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Studie: Wachsendes Interesse an Handy-Fernsehen

Zahlreiche Hürden sind noch zu überwinden, bevor Geld verdient werden kann. Das Interesse der Mobilfunknutzer in Deutschland an Handy-TV steigt, darauf deuten zumindest die Ergebnisse einer Marktanalyse von TNS Infratest und Theron Business Consulting hin. Zudem lasse sich mit Handy-Fernsehen durchaus Geld verdienen, vorausgesetzt, es werden zuvor einige der noch vorhandenen Hürden überwunden.
/ Jens Ihlenfeld
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Innerhalb der letzten drei Monate ist das Interesse der Mobilfunknutzer von 10 Prozent auf 15 Prozent gestiegen, die Zahl für Februar deckt sich in etwa mit den Ergebnissen von IBM Global Business Services und dem Zentrum für Evaluation und Methoden (ZEM) der Universität Bonn .

"Dabei favorisieren die Kunden kurze, aktuelle Clips und Previews, die im stationären Fernsehen nicht zu sehen sind" , erläutert Dr. Stephan Zimmermann, Partner bei Theron Business Consulting. Hierfür müssten die Formate optimalerweise auf die portablen Endgeräte und Nutzungssituationen hin abgestimmt werden.

Die Haupteinnahmequellen für das mobile Fernsehen liegen in allgemeinen Nutzungsentgelten, zahlungspflichtigen Zusatzdiensten und der Werbung. Technische Voraussetzung für Erlöse aus Nutzungsentgelten ist die Verschlüsselung der ausgestrahlten Programminhalte.

Da in der relevanten Zielgruppe in Deutschland eine signifikante Bereitschaft bestehe, Geld für Handy-TV auszugeben, werde sich vermutlich ein kostenpflichtiges Angebot durchsetzen lassen. "Es könnte jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis die Zahlungsbereitschaft zu Erlösströmen führt, denn der Großteil der Mobilfunker (97 Prozent) ist derzeit nicht bereit, sich außerhalb der üblichen Beschaffungs- und Investitionszyklen ein neues TV-fähiges Handy zu kaufen" , sagt Stephan Lauer, Geschäftsführer von TNS Infratest.

Voraussetzung für den Durchbruch von Handy-TV sei neben einer adäquaten technischen Infrastruktur und einem zielgruppengerechten Marketing auch die Kooperationsbereitschaft zwischen den hauptsächlich beteiligten Marktteilnehmern. Hier gebe es aber eine wesentliche Hürde im Selbstverständnis der Rundfunkanstalten, Produzenten und Mobilfunkunternehmen, denn Kooperationen auf Augenhöhe zwischen Medienunternehmen und Mobilfunkunternehmen seien eher die Ausnahme. Für attraktive und bezahlbare Inhalte und Endgeräte sei jedoch die Expertise beider Seiten gefragt.

TNS Infratest hat im Februar und im Mai 2006 jeweils 1.000 Interviews durchgeführt. Theron Business Consulting befragte zudem zahlreiche Entscheider der Mobilfunkindustrie und von Rundfunkanstalten sowie unabhängige Marktexperten.


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