Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Großes Sicherheitsrisiko durch Excel-Dateien (Update)

Analyse bei Microsoft läuft noch. Microsoft berichtet über entdeckten Schadcode für Excel, der ein Sicherheitsloch in der Tabellenkalkulation ausnutzt. Bislang habe Microsoft nur von einem Vorfall erfahren und derzeit laufen die Untersuchungen daran. Daher ist bislang auch unklar, welche Auswirkungen der Schadcode hat und ob er Dateien zerstört.
/ Ingo Pakalski
9 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Als ungewöhnlich kann das Verhalten von Microsoft gelten, so frühzeitig über den Excel-Schadcode(öffnet im neuen Fenster) per Blog zu berichten, da noch keine weiteren Angaben dazu vorliegen. Es ist zu vermuten, dass solche Attacken entsprechenden Schaden auf befallenen Systemen anrichten können. Jedenfalls würde das die frühzeitige Information von Microsoft erklären.

Die infizierte Excel-Datei verbreitet sich nach Microsoft-Angaben per E-Mail und will seine Opfer dazu bewegen, das angehängte Excel-Dokument zu öffnen. Derzeit wird das Angriffsszenario untersucht und Redmond will weitere Details nennen, sobald die Arbeiten daran abgeschlossen sind.

Vermutlich können sich Nutzer vor diesem Risiko schützen, indem sie Excel-Dateien mit einer anderen Tabellenkalkulation öffnen und nicht das Microsoft-Produkt verwenden. Da aber bislang kaum Details vorliegen, bleibt dies nur eine Vermutung, so dass derzeit allgemein Vorsicht beim Öffnen verdächtiger Excel-Dokumente geboten ist.

Nachtrag vom 16. Juni 2006 um 13:27 Uhr:
Wie Secunia.com(öffnet im neuen Fenster) berichtet, kann die Schadfunktion beliebigen Programmcode auf einem befallenen System ausführen. Damit erhält ein Angreifer eine umfassende Kontrolle über ein fremdes System, sofern ein Opfer eine entsprechend manipulierte Excel-Datei öffnet.


Relevante Themen