Alky soll Windows-Spiele auf MacOS X bringen

Software konvertiert Windows-Binarys

Alky ist ein Werkzeug, das ausführbare Windows-Dateien in Binarys für MacOS X und Linux konvertieren soll. Das Open-Source-Projekt arbeitet dafür an einer Bibliothek, die den Anwendungen die benötigten Windows-APIs zur Verfügung stellt. Für MacOS X soll die Umsetzung bereits gut funktionieren, was jedoch nicht heißt, dass sich die Anwendungen auch ausführen lassen.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Derzeit konzentriert sich das Alky-Projekt nach eigenen Angaben vor allem auf Spiele, will sich in Zukunft aber auch verstärkt um andere Anwendungen kümmern. Um Windows-Spiele unter MacOS X auszuführen, stellt das Projekt eine Übersetzungsschicht zur Verfügung, die ausführbare Windows-Dateien in Binarys für MacOS übersetzt. Da Windows ein x86-Betriebssystem ist, funktionieren diese umgewandelten Dateien auch nur auf Intel-Macs, eine Emulation findet nicht statt. Nach Angaben des Projektes soll die Übersetzungsschicht für MacOS X bereits gut funktionieren, man arbeitet zusätzlich aber auch daran, Linux zu unterstützen.

Stellenmarkt
  1. Entwicklungsingenieur Modellbasierte Software Batteriemanagement (m/w/d)
    DRÄXLMAIER Group, Garching
  2. Führungskraft (w/m/d) Referat F11 "Anschriftenregister, Referenzdatenbestand"
    Statistisches Bundesamt, Wiesbaden
Detailsuche

Da Windows-Anwendungen Bibliotheken nutzen, die unter MacOS X nicht zur Verfügung stehen, möchte Alky diese Funktionen in der eigenen LibAlky implementieren. Damit ähnelt Alky dem Wine-Projekt, das an einer freien Umsetzung des Windows-APIs arbeitet. Dennoch gibt es Unterschiede zu Wine: So verzichtet Alky auf einen Hintergrundprozess, wie ihn Wine nutzt, was vor allem die Ressourcen schonen soll. Zudem konvertiert Alky die Programme, anstatt sie mit einer Laufzeitumgebung auszuführen - damit soll sich Alky auch dafür eignen, Anwendungen zu portieren. Da die Software außerdem Binarys konvertiert, ist kein Zugang zum Quelltext notwendig.

Das noch junge Projekt befindet sich noch am Anfang der Entwicklung, soll jedoch bereits fast jede Anwendung umsetzen können - was nicht heißt, dass diese dann auch unter MacOS X läuft. Vielmehr überprüft Alky, welche Bibliotheken eine Anwendung nutzt und informiert darüber, ob die entsprechenden APIs bereits unterstützt werden. Wenn nicht, bezieht Alky einen Prototypen vom Microsoft Developer Network und versucht diesen zu nutzen. Zumindest sollen so eine Menge Debug-Daten entstehen, die die Entwickler nutzen können, um LibAlky zu erweitern. Vorerst möchten sich die Programmierer allerdings nur Funktionen wie Direct3D widmen, die Windows-Spiele verwenden.

Alky ist unter der LGPL lizenziert und kann derzeit nur über die Versionsverwaltung Subversion bezogen werden. Eine Version, die für Endanwender gedacht ist, gibt es noch nicht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


uziel 17. Jun 2006

Nur für den Code, den man mit Alky konvertiert, braucht man eine externe Lizenz - die...

uziel 17. Jun 2006

Die Kontroverse im Nachrichtenbeitrag dürfte so zu interpretieren sein, dass man ein...

deus-ex 16. Jun 2006

Viele Leute denken meiner Meinung nach nicht weit genug. Warum dann noch Software native...

Der Grobi 16. Jun 2006

Du hast die letzten Jahre nichts mehr über Konsolen mitbekommen, oder? Was is'n dann mit...

Painy187 16. Jun 2006

Rosetta ist in meinen Augen um einiges schlimmer... http://www.apple.com/de/rosetta/



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Naomi "SexyCyborg" Wu
Pappbüste einer Tech-Youtuberin ist Youtube zu anstößig

Naomi Wu wird in der Maker-Szene für ihr Fachwissen geschätzt. Youtube demonetarisiert sie aber wohl wegen ihrer Körperproportionen.

Naomi SexyCyborg Wu: Pappbüste einer Tech-Youtuberin ist Youtube zu anstößig
Artikel
  1. Quartalsbericht: Apples Gewinn stellt alles in den Schatten
    Quartalsbericht
    Apples Gewinn stellt alles in den Schatten

    Apple erwirtschaftet im letzten Quartal des Vorjahres einen Gewinn von 34,6 Milliarden US-Dollar. Und das trotz Chipkrise und weiteren Lieferengpässen.

  2. Coronapandemie: 42,6 Millionen mehr digitale Impfzertifikate als Impfdosen
    Coronapandemie
    42,6 Millionen mehr digitale Impfzertifikate als Impfdosen

    Einem Medienbericht zufolge gibt es eine Lücke zwischen ausgestellten Impfnachweisen und verabreichten Dosen. Diese wird sogar noch größer.

  3. Akamai: Steigende Nachfrage für illegale Kopien von Filmen
    Akamai
    Steigende Nachfrage für illegale Kopien von Filmen

    Durch die vielen neuen Streaming-Dienste ist illegales Filesharing wieder stark im Kommen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RX 6900 XTU 16GB 1.449€ • Intel i7 3,6Ghz 399€ • Alternate: u.a. Acer Gaming-Monitor 119,90€ • Logitech Gaming-Headset 75€ • iRobot Saugroboter ab 289,99€ • 1TB SSD PCIe 4.0 128,07€ • Razer Gaming-Tastatur 155€ • GOG New Year Sale: bis zu 90% Rabatt • LG OLED 65 Zoll 1.599€ [Werbung]
    •  /