SanDisk möchte freie Firmware für MP3-Player
Anfang Juni 2006 tauchte ein erstes Gerücht im Internet auf, dass SanDisk das Rockbox-Projekt mit einer Portierung der Rockbox-Firmware beauftragt habe. Diese Vermutung beruhte auf einer Forennachricht(öffnet im neuen Fenster) von Stenberg, in der er Ende Mai 2006 lediglich bestätigt hatte, dass es Gespräche zwischen ihm und SanDisk gegeben habe. Nun sah er sich veranlasst, etwas mehr Licht ins Dunkel zu bringen und hat eine Webseite(öffnet im neuen Fenster) über die "SanDisk-Rockbox-Connection" veröffentlicht.
Demnach hat SanDisk tatsächlich angefragt, ob die Entwickler Rockbox auf die Sansa-E200-Serie(öffnet im neuen Fenster) portieren wollen und ihnen nach einigen ausgetauschten E-Mails ein Paket zukommen lassen. Darin befanden sich laut Stenberg zwar zwei verschiedene Modelle der SanDisk-Player. Technische Dokumentation über die Geräte und ihre Firmware fehlte hingegen, obwohl er SanDisk mitgeteilt hatte, dass diese nötig seien, um Rockbox ohne Schwierigkeiten portieren zu können.
Damit scheint SanDisk das Projekt zwar einerseits unterstützen zu wollen, ohne technische Dokumentation befinden sich die Entwickler jedoch in derselben Situation wie bei anderen Playern und müssen auf Reverse Engineering zurückgreifen. Inwiefern eine freie Firmware so alle Funktionen der Geräte unterstützen kann, ist also fraglich. SanDisk USA hat auf eine Anfrage von Golem.de zu ihren Plänen mit Rockbox vom 9. Juni 2006 bisher nicht reagiert.
Rockbox ist eine freie Firmware für verschiedene MP3-Player und unterstützt derzeit beispielsweise Apples iPod-Reihe sowie Modelle von iRiver und Archos. Dabei bringt die unter der GPL lizenzierte Firmware vor allem mehr unterschiedliche Codecs mit, als es die mit der Firmware der Hersteller ausgestatteten Geräte in der Regel tun.
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