Win4Lin bringt Windows-Applikationen ins Netz
Eine einfache virtuelle Maschine dient Win4Lin dazu, eine Windows-Umgebung unter Linux auszuführen, wofür allerdings auch eine original Windows-Lizenz notwendig ist. Dieses Prinzip kommt auch bei dem neuen Virtual Desktop Server zum Einsatz, der Desktop-Sessions in einer virtuellen Maschine direkt auf dem Server laufen lässt. Dabei unterstützt der Server Windows 2000 und XP und bietet den Vorteil, dass sich die Win4Lin-Installation zentral verwalten lässt. Weiterhin ist eine Erneuerungsfunktion integriert, mit der Nutzer eine frische Session mit ihren Einstellungen und Dokumenten starten können, wenn sie sich Schadsoftware eingefangen haben.
Anwender sollen außerdem wählen können, ob sie nur eine Anwendung oder den kompletten Windows-Desktop dargestellt bekommen. Wird aus einem auf dem Server laufenden Programm heraus gedruckt, so soll das Dokument automatisch auf dem lokal angeschlossenen Drucker ausgegeben werden. Ob Windows, Linux oder ein anderes Unix auf dem Client läuft, spielt dabei keine Rolle: Sowohl der Win4Lin Client als auch VNC, Sun Ray, NoMachine NX, LTSP oder einfach X11 lassen sich für die Anzeige nutzen.
Durch die zentrale Verwaltung der Windows-Anwendungen auf dem Desktop soll die Installation erleichtert werden, ebenso wie die Kontrolle über die eingerichteten Versionen. Win4Lin Virtual Desktop Server funktioniert laut Anbieter sowohl im lokalen Netzwerk als auch über das Internet, so dass Anwender auch von zu Hause auf die Windows-Programme zugreifen können.
Der Virtual Desktop Server entstand aus einer Kooperation zwischen Win4Lin und NoMachine , die eine Alternative zu Citrix schaffen wollten. Der Server ist ab sofort erhältlich und kostet 125,- US-Dollar pro Nutzer, wobei mindestens 20 Lizenzen erworben werden müssen. Die Ausführung für 20 Clients gibt es dann zum Preis von 2.000,- US-Dollar. Eine Testversion(öffnet im neuen Fenster) lässt sich bei Win4Lin anfordern.