Intel entwickelt batteriefreie Sensortechnik
Herkömmliche RFID-Tags (Radio Frequency Identification) induzieren über eine große Antenne eine Spannung, wenn sie in das ein Watt starke Sendefeld eines RFID-Readers gelangen. Die Tags senden dann eine Seriennummer aus. Damit lässt sich nur bestimmen, wo sich ein Gegenstand befindet, aber nicht, was sein Zustand ist.
Am Intel Research Center in Seattle arbeitet Jorshua R. Smith daran, das zu ändern. Nicht nur für Überwachungsaufgaben, auch für das Steuern und Regeln von technischen Abläufen ist Sensortechnik interessant, die auch verrät, ob sich ein bestimmter Zustand gerade geändert hat. In der vergangenen Woche zeigte Smith in Santa Clara vor Journalisten dazu beispielsweise eine Schachtel, die den Zustand "offen" oder "geschlossen" drahtlos an einen RFID-Reader melden konnte. Das Faszinierende: In der Schachtel befindet sich keinerlei Energieversorgung.
Den Strom für den Sensor generiert Smith aus dem Feld des RFID-Readers, der mit 1 Watt Sendeleistung nach Tags sucht. Dazu hat der Forscher auf Halbleiterbasis einen "Harvester" für Funkenergie konstruiert – vermutlich auf Basis einer cleveren Kondensatorschaltung, wie sie auch schon die Blink-Gerätchen für eingehende Handy-Anrufe verwenden. Wie genau der Harvester funktioniert, verriet Smith nicht – immerhin sind für die Wisps fünf Patente eingereicht.
Wie bei allen RFID-Technologien ist auch bei Wisps die Entfernung das größte Problem. Bis etwa einen Meter arbeiten die derzeitigen Wisps. Smith hofft, die Entfernung mit künftigen RFID-Standards, die in anderen Frequenzbereichen arbeiten, auf rund 10 Meter anheben zu können.
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