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Spieletest: Rockstar Games präsentiert Tischtennis

Gelungene Umsetzung des schnellen Sports für die Xbox 360. Als Rockstar Games, bekannt durch die actionlastige GTA-Serie, im März 2006 seinen ersten Next-Generation-Titel für die Xbox 360 enthüllte, hielten nicht wenige diese Ankündigung für einen verfrühten Aprilscherz: Ausgerechnet eine Tischtennis-Simulation sollte den Namen Rockstar erstmals über den Fernsehschirm von Xbox360-Besitzern flimmern lassen. Seit dem 26. Mai 2006 steht "Rockstar Games präsentiert Tischtennis" nun aber tatsächlich in den Läden – und beweist, dass die Entwickler dieses Projekt sehr ernst genommen haben.
/ Thorsten Wiesner
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Als einen der Gründe für die Entwicklung dieses Tischtennis-Spiels führte Rockstar Games an, dass es bisher keine wirklich gute Umsetzung dieses Sports als Videospiel gebe; allerdings verwundert das auch nicht unbedingt – die Geschwindigkeit des Spiels macht es nicht gerade zu einer perfekten Vorlage für die Heimkonsole. Rockstar hat dieses Problem aber sehr elegant gelöst: Mit kleinen optischen Hilfestellungen und Sonderschlägen flitzen die kleinen weißen Bälle bald genauso schnell über den Screen, wie man es von Fernsehübertragungen der Profis auch kennt.

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Die Bedienung ist denkbar simpel: Mit dem linken Analog-Stick wird der eigene Spieler bewegt, die vier Aktionstasten hingegen stehen für jeweils einen Schlag: Top- und Backspin sowie seitlich angeschnittene Bälle. Und während bei der Angabe ein wenig Reaktionsgeschwindigkeit gefordert ist, kommt es bei den Ballwechseln vor allem darauf an, die Spielweise des Kontrahenten zu erahnen; nur wer auch wirklich gut zum Ball steht, kann mit voller Wucht schmettern oder im entgegengesetzten Fall mit etwas Glück noch einen eigentlich verloren geglaubten Ballwechsel retten. Spezielle Fokus-Schläge holen zudem das Maximum an Tempo und Härte aus den Bällen heraus; allerdings stehen diese Treffer in Abhängigkeit von einer Energieleiste nur begrenzt zur Verfügung.

Vor allem die detaillierten und wunderbar animierten Charaktermodelle lassen einen spüren, dass man es hier mit einem Xbox-360-Titel zu tun hat – zusammen mit den Boxern in Fight Night Round 3 hat Rockstar hier die realistischsten Sportler erschaffen, die bisher in einem Videospiel zu sehen waren. Dafür fällt das Drumherum ein wenig ab; die 19 Plätze, die zum Teil erst freigespielt werden müssen, wirken oft etwas unscheinbar und detailarm.

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Auch in Sachen Spielmodi bietet Rockstars Tischtennis alles andere als das volle Programm: Es darf zwar trainiert und ein Turnier nach dem anderen absolviert werden, einen wirklichen Karrieremodus gibt es hingegen nicht. Wer gerne seinen eigenen Spieler zusammenbastelt, wird ebenfalls enttäuscht – es muss mit einem der elf vorgegebenen Sportlern vorlieb genommen werden. Immerhin unterscheiden die sich spürbar in ihren Stärken, bei der Kondition und noch einigem mehr. Die Tatsache, dass Rockstar keine Lizenz erworben hat, um berühmte Originalspieler in das Programm mit aufzunehmen, dürfte hingegen nur die wenigsten stören – wer kann schon wirklich mehr als einen, geschweige denn elf berühmte Tischtennis-Spieler nennen?

"Rockstar Games präsentiert Tischtennis" ist exklusiv für die Xbox 360 im Handel erhältlich. Der Titel ist zum Mid-Price verfügbar und kostet somit etwa 40,- Euro.

Fazit:
Was Präsentation und Modusvielfalt angeht, ist Rockstars Tischtennis alles andere als perfekt – ein Karrieremodus und toll designte Locations hätten den Spielspaß noch deutlich gesteigert. Das eigentliche Gameplay hingegen muss sich kaum Kritik gefallen lassen: Den Entwicklern von Rockstar ist es wirklich gelungen, die Geschwindigkeit und spielerischen Möglichkeiten des Tischtennis-Sports adäquat abzubilden. Wer schon immer mal ein Tischtennis auf der Konsole haben wollte, darf zugreifen – zumal der Verkaufspreis mit 40 Euro wirklich fair angesetzt wurde.


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