Test: Nintendo DS Lite - Erfolgs-Handheld nun auch in Schön
Wenn ein Kritikpunkt am ersten Nintendo DS häufig geäußert wurde, dann war es das Design – gerade im Vergleich zu Sonys PSP wirkt der alte DS eher klobig und klotzig als wirklich hübsch. So kommt es dann auch, dass eine der wichtigsten Neuerungen des DS Lite ganz klar die überarbeitete Form ist: Das Gerät ist jetzt abgerundet, es gibt keine unschönen Kanten und Erhebungen mehr und dank des matt glänzenden Äußeren sieht das Ganze auch deutlich edler aus – die weiße Konsole, die uns auch zum Test vorlag, dürfte nicht umsonst ein wenig an das Erfolgsprodukt iPod erinnern.
Der neue DS Lite sieht nicht nur besser aus als sein Vorgänger, sondern ist auch deutlich kompakter – mit Abmessungen von 133 x 73,9 x 21,5 mm (BxTxH im zugeklappten Zustand) lässt es sich viel einfacher verstauen; auch das Gewicht wurde reduziert und beträgt jetzt nur noch 218 Gramm anstelle der 275 Gramm des alten DS.
Wer allerdings wirklich auf der höchsten Helligkeitsstufe spielt, muss sich damit abfinden, dass der Akku nur für etwas mehr als fünf Stunden Strom liefert; die von Nintendo angegebenen maximal 19 Stunden Spielzeit erreicht also nur, wer sich mit der niedrigsten Helligkeitsstufe zufrieden gibt. Danach muss die Konsole für etwa drei Stunden aufgeladen werden, bis der Akku wieder voll ist, wobei der DS Lite ein proprietäres Netzteil mitbringt – das Ladekabel des alten DS lässt sich also nicht weiter benutzen.
Auch der Stylus zum Bedienen des Touchpads ist gewandert und wird nun seitlich und nicht mehr hinten in die Konsole gesteckt. Der gerade von Spielern mit großen Händen geäußerten Kritik, dass der Eingabestift zu winzig sei, hat man offensichtlich zugehört – der neue Stylus ist etwas dicker sowie einen guten Zentimeter länger, was sich beim Spielen durchaus positiv bemerkbar macht. Die weiteren äußeren Änderungen sind allesamt im Grunde nur kosmetischer Natur: Die Lautsprecher sind nun zwar kleiner, aber ebenso laut wie beim alten DS, das Mikrofon sitzt nun nicht mehr unten, sondern zwischen den beiden Screens, und die Schultertasten sind etwas schmaler, was auf die Bedienung aber keine Auswirkungen hat. Der Slot für die DS-Spiele-Cards sitzt weiterhin an der Rückseite, der Kopfhöreranschluss an der Vorderseite.
Kompatibilitätsprobleme zwischen DS und DS Lite gibt es somit natürlich nicht – was auf der einen Konsole läuft, geht auf der anderen auch. Das gilt auch weiterhin für GBA-Spiele: Der DS Lite hat ebenfalls den vom DS bekannten Modul-Schacht an der Vorderseite; allerdings steckt diesmal auch ein Dummy-Plastikmodul darin, das verhindert, dass Staub in den Slot dringt. Wer GBA-Spiele am DS Lite einlegt, muss sich allerdings damit abfinden, dass die ein wenig vorn überstehen, was den kompakteren Ausmaßen des Lite geschuldet ist.
Fazit:
Nintendo wird immer wieder vorgeworfen, in zu kurzen Abständen neue Updates seiner Handheld-Konsolen auf den Markt zu werfen, im Falle des Nintendo DS Lite sind die vorgenommenen Änderungen allerdings allesamt sinnvoll und wohl überlegt – zumal man sich offensichtlich nahezu alle von Kundenseite geäußerten Kritikpunkte zu Herzen genommen hat. Der DS Lite sieht nicht nur deutlich besser aus als sein Vorgänger, sondern ist auch kompakter, einfacher in der Handhabung und bietet vor allem dank der enormen Bildschirmhelligkeit ein deutlich verbesserteres Spielgefühl. Ob das für DS-Besitzer einen Neukauf rechtfertigt, ist sicherlich Ansichtssache – wer bisher kein DS hat, bekommt nun aber ein deutlich durchdachter wirkendes Gerät für sein Geld.
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