Leck im Windows Explorer - Windows 98 bleibt gefährdet
Für die Beseitigung der Sicherheitslücke im Windows Explorer von Windows 98, 98 SE und Millennium Edition (ME) müssten umfangreiche Änderungen an der Betriebssystemkomponente vorgenommen werden. Diesen Aufwand hält Microsoft für zu groß und es werden Kompatibilitätsprobleme befürchtet, begründet Redmond diese recht ungewöhnliche Entscheidung. Im Zuge der Entwicklung von Windows 2000 seien so umfassende Änderungen am Windows Explorer vorgenommen worden, dass all diese in Windows 98 implementiert werden müssten, um das Sicherheitsleck vom April 2006 auch in den DOS-basierten Windows-Varianten zu beseitigen.
Diese umfassenden Änderungen am Windows Explorer könnten dafür sorgen, dass viele Applikationen auf Windows 98 nicht mehr reibungslos funktionieren, die bislang klaglos auf dem acht Jahre alten Betriebssystem ihren Dienst verrichten. Um sich vor Angriffen durch dieses Sicherheitsleck zu schützen, empfiehlt Microsoft die Einrichtung einer Firewall und die Sperrung des TCP-Ports 139. Zudem rät der Softwarekonzern in Anbetracht des nahenden Support-Endes von Windows 98, 98 SE und ME im Juli 2006 zu einem Wechsel auf eine neuere Windows-Version.
Mit dem Sicherheits-Patch aus dem Security Bulletin MS06-015 hatte Microsoft bislang nicht viel Glück. Rund zwei Wochen nach Veröffentlichung des Patches musste dieser aktualisiert werden, weil sich der Patch nicht mit älterer HP-Software und Nvidia-Grafikkartentreibern vertrug.
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