Blizzard muss inoffizielle WoW-Anleitungen dulden

Bürgerrechtler stehen eBay-Anbieter zur Seite und beklagen DMCA-Missbrauch

Blizzard, Vivendi und die ESA haben eine Schlappe einstecken müssen. Nachdem sie den Vertrieb eines selbst erstellten, unabhängigen Ratgebers für World-of-Warcraft-Spieler mit Hilfe des umstrittenen US-Urheberrechtsgesetzes DMCA untersagen ließen, wehrte sich der Anbieter nun erfolgreich - und darf seinen "The Ultimate World of Warcraft Leveling & Gold Guide" wieder über eBay verkaufen.

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Anders als es sonst in der Softwarebranche üblich ist, wollten Blizzard und Co. keinen unautorisierten Ratgeber für das Online-Rollenspiel World of Warcraft dulden und behaupteten, dass der über eBay angebotene "The Ultimate World of Warcraft Leveling & Gold Guide" ihre Urheberrechte verletzen und ihnen Verluste einbringen würde. Nachdem sich der Verkäufer nun mit Hilfe von Bürgerrechtlern mit einer Gegenklage wehrte, lenkten Blizzard und Co. allerdings ein - Kopp darf seinen Ratgeber nun wieder ungehindert verkaufen.

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Vertreten wurde der Autor und Anbieter des Ratgebers - der Kalifornier Brian Kopp - von der Bürgerrechtsgruppe Public Citizen. Kopp bot seinen Ratgeber seit August 2005 über eBay an und konnte einige hundert Ausgaben davon verkaufen, bevor sowohl Blizzard, deren Publisher Vivendi als auch die Entertainment Software Association (ESA) mittels DMCA den Vertrieb unterbanden und durch DMCA-Hinweise für die Löschung der entsprechenden Auktionen und letztlich die Sperrung des eBay-Accounts von Kopp sorgten. Laut Public Citizen hatte eBay auf die laut DMCA zu beachtenden Gegendarstellungen nicht reagiert und alle Auktionen wieder entfernt.

Der Vorgang sorgte für einige Aufregung, denn Kopp bot nur Tipps mit erklärenden Screenshots an, jedoch keine Texte oder Teile der Geschichte des Online-Rollenspiels. Zudem habe Kopp auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es keine offizielle Strategie-Anleitung ist und nicht von den Entwicklern kommt. Im Rahmen der Vereinbarung will Kopp auf Links zu Cheats verzichten und auch den Hinweis darauf beibehalten, dass es sich um einen inoffiziellen Ratgeber handelt.

Mit der am 9. Juni 2006 getroffenen Einigung haben Blizzard und Co. vermutlich auch vermieden, selbst den DMCA zu verletzen - wie Public Citizen mitteilte, müssen die Gegendarstellungen berücksichtigt werden, da sonst kleinere eBay-Anbieter leichtes Opfer von Unternehmen werden könnten, die falsche Anschuldigungen erheben. "Der DMCA sieht Entschädigungen und andere Rechtsmittel gegen Unternehmen vor, die Verstöße in arglistiger Absicht melden", heißt es in einer Pressemitteilung seitens Public Citizen. "Wir sind alarmiert über den weit verbreiteten Missbrauch des DMCA-Prozesses und Unternehmen, die den Missbrauch fortsetzen, tun dies auf eigenes Risiko."

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