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Hacker ticken anders als Cracker

Hierin unterscheiden sie sich klar vom dritten Typus, dem Cracker (20 Prozent), eine Unterscheidung, auf die Hacker von jeher Wert legen. Cracker dringen in geschützte Systeme ein, um dort Schaden zu bewirken, indem sie Informationen verändern oder zerstören. Sie sind ausdrücklich bereit, Viren oder Würmer zu schaffen bzw. haben es bereits gemacht.

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Dennoch überraschte diese scharfe Trennung bei der Selbstcharakterisierung der bevorzugten Computeraktivität die Wissenschaftler. Beide Gruppen unterscheiden sich deutlich in Bezug auf die Anreize, die zur intensiven Freizeitnutzung von Computern motivieren.

Die Gesamtstichprobe zeigt, dass Dinge, die etwas mit gemeinsamen Aktionen am Rechner und mit Vernetzungen zu tun haben, den höchsten Anreiz dafür besitzen, die Freizeit so ausgiebig am Rechner zu verbringen. Die Wissenschaftler erklären sich diesen Befund mit der Rekrutierungsstrategie, mit der sie bevorzugt Mitglieder einschlägiger Netzwerke und Clubs angesprochen hatten.

Durchschnittlich fast gleichstark sind die Anreize des Kompetenzerlebens. Dagegen sind Anreize wie "Vielseitigkeit" und der "Nutzen des Rechners" für die intensiven Computernutzer nur mäßig attraktiv. Ähnliches gilt für die Anreize der Vermeidung von Langeweile und die rebellische "Illegalitätstendenz", der "Suche nach Aufregung" und "Streben nach Prestige". Gerade bei der letzten Anreizgruppe gibt es die größten Unterschiede zwischen Hackern und Crackern. Für Cracker sind das die stärksten Anreize. Für Hacker ist dagegen das Kompetenzgefühl das Wichtigste. Sie wollen erleben, dass sie immer besser werden und schwierigste Anforderungen schaffen.

Obwohl Hacker und Cracker auch unerlaubt in geschützte Systeme eindringen, machen sie es mit deutlich anderer Zielsetzung und werden über andere Anreize motiviert. Dabei wertet es Falko Rheinberg als Glücksfall, dass der auf Schaden zielende Cracker über die rebellische Illegalitätstendenz und nicht über die Kompetenzfreude motiviert ist. Wer nämlich Freude an der Kompetenzsteigerung per se hat, der entwickelt meist eine höhere Expertise.

Glücklicherweise ergibt sich für Cracker die Anreizstruktur, dass sie sich Kompetenzen aneignen, um etwas anderes genießen zu können, nämlich Systeme zu stören oder gar zu zerstören: "Kompetenzerwerb im Dienst anderer Ziele ist meist weniger freudvoll und effizient", so Rheinberg. Beiden Nutzertypen ist allerdings gemein, dass sie am Rechner häufig den Zustand des freudigen Aufgehens in der Tätigkeit erleben (Flow). Das unterscheidet beide von der großen Gruppe der zweckorientierten Nutzer, die so etwas bei ihrem "vernünftigen" Freizeitgebrauch des Rechners zwar auch, aber seltener haben.

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Wayne2k 19. Jun 2006

Hab zwar bereits n thread mit genau diesen Überlegungen geöffnet aber wers gerne 2 mal...

Michael - alt 14. Jun 2006

:-) volle Zustimmung.

kylin 13. Jun 2006

Wurde hier irgenwo von nem anderen Teilnehmer auch schon mal angemerkt. Trotzdem gut...

kylin 13. Jun 2006

Du musst bedenken, der kommt aus'm soziologische Fachbereich. Für die is das schon ne...


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