British Library warnt vor ungewollten Folgen von DRM
Auch die British Library nutze DRM-Systeme und diese könnten durchaus ein wertvolles Werkzeug darstellen, so Brindley. Ein Nebeneffekt des Schutzes von Rechteinhabern durch DRM sei aber, dass auch eigentlich erlaubte Kopien verhindert würden.
Die Nutzung von digitalem Material sei in aller Regel mit einem entsprechenden Lizenzvertrag verbunden, der in der Regel sehr viel restriktiver ausfällt als die Regelungen des Urheberrechts. In aller Regel wird untersagt, Kopien anzufertigen und das Material zu archivieren. Zudem werde der Zugang für Behinderte zu dem Material oft verhindert.
Brindley verweist auf eine Stichprobe von 30 Lizenzverträgen, die der British Library von Verlagen angeboten wurden. Darunter seien nur zwei wirklich zufrieden stellend, zwei weitere würden immerhin eine Archivierung erlauben, aber praktisch keiner das Kopieren der Werke für Behinderte.
Es bedürfe daher Regelungen, die Mindeststandards für solche Lizenzen setzen.



