Intel-CPUs 2010: 10-mal schneller, 10-mal sparsamer
Um dieser Datenmassen auch mit mobilen Geräten noch Herr zu werden, sollen künftige Intel-Prozessoren nicht nur mit vielen Dutzend Cores ausgestattet sein. Die einzelnen Prozessorkerne sollen sich auch weitgehend selbst in einem rekonfigurierbaren Netz ("fabric") verwalten. Einige Kerne sollen dabei stets Verwaltungsaufgaben erfüllen, wie etwa das Durchsuchen und Indizieren von Daten. Auf anderen laufen herkömmliche Anwendungen und alle greifen auf einen gemeinsamen Cache zu, an den wiederum über mehrere Busse der Rest des Rechners – wie Grafik, Sound sowie Ein- und Ausgabe – angebunden ist.
Trotz erheblichen Verwaltungsaufwands und hoher Rechendichte sollen die kommenden Prozessoren nur ein Zehntel der heute geforderten elektrischen Leistung benötigen. Da Intel mit solchen Daten meist recht spitzfindig ist, darf man also vom Pentium D mit derzeit über 100 Watt ausgehen – ein Desktop-Prozessor mit zehnfacher Rechenleistung, aber nur 10 Watt Stromverbrauch wäre dennoch recht beeindruckend.
Die Einsatzbereiche für eine solche Maschine hat Intel unter einer seiner dreibuchstabigen Abkürzungen namens "RMS" zusammengefasst: Die Erkennung (recognition), das Durchsuchen und Zutagefördern von Informationen (mining) und das Zusamensetzen von Inhalten (synthesis) soll ein solcher Rechner ermöglichen.
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