OpenVZ: Linux-Virtualisierung beherrscht IPv6
Die Beta-Version von OpenVZ basiert auf dem Linux-Kernel 2.6.16 und bringt Unterstützung für Bridged Networking mit. Damit lassen sich den virtuellen Servern eigene MAC-Adressen zuordnen. Somit sind sie anders als bisher nicht nur über eine IP-Adresse, sondern auch über eine eindeutige Hardware-Adresse identifizierbar. Software, die mit Broadcasts und Multicasts arbeitet, braucht diese MAC-Adresse und kann damit ab sofort mit virtuellen Servern genutzt werden.
Nachdem Netfilter-Entwickler Harald Welte im April 2006 festgestellt(öffnet im neuen Fenster) hatte, dass OpenVZ kein IPv6 beherrscht, hatte das OpenVZ-Projekt sich dieses Problems angenommen. In der neuen Version unterstützt die Virtualisierungslösung nun bereits die neue Version des Internet Protocols.
IPv6 erweitert beispielsweise den Adressraum der bisher verwendeten Version 4 des Internet Protocols. Außerdem ist IPv6 auch für den Einsatz mit Firewalls interessant, da es bisher bestehende Probleme bei der Zusammenarbeit von NAT mit neuen Protokollen – wie für VoIP – lösen soll.
Mit OpenVZ lassen sich so genannte Virtual Private Server auf einem physikalischen Server installieren, die alle einen Kernel nutzen. Dies soll die Anforderungen an die Hardware minimieren und somit zu hoher Leistung führen. Im Unterschied zu anderen Virtualisierungslösungen wie Xen wird allerdings nur Linux – sowohl als Host als auch als Gastsystem – unterstützt.
Der neue Kernel sowie die zum Betrieb notwendigen Werkzeuge stehen ab sofort für x86 und x86_64 zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit. Den Kernel gibt es dabei sowohl als Komplettpaket sowie als Patch für einen bereits vorhandenen Kernel 2.6.16.
- Anzeige Hier geht es zur AVM Fritzbox 7590 AX bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



