Dynebolic: Linux-Live-CD für Multimedia-Produktionen
Dynebolic wurde komplett neu zusammengestellt und soll sich nun auch als Entwicklungsumgebung eignen. Neben dem GCC sind so auch grafische Programmierwerkzeuge enthalten. Auch Skripte, um eigene Live-CDs auf Basis von Dynebolic zu erstellen und um die mitgelieferte Software auszutauschen, gibt es. Zudem sollen die Dateisysteme der CD beschreibbar sein, so dass im Live-CD-Betrieb neue Software installiert werden kann, wobei sowohl DEB- als auch TGZ- und RPM-Binärpakete unterstützt werden.
Da sich Dynebolic hauptsächlich an Multimedia-Produktionen richtet, kommt ein Linux-Kernel 2.6.16 mit Patches, die die Latenzzeit verringern, zum Einsatz. Auch die Hardware-Erkennung wurde verbessert, wovon besonders Sound-, Video-, Firewire- und USB-Geräte profitieren sollen. Zusätzlich enthält Dynebolic spezielle Software wie die Videobearbeitung Cinelerra und den Multitrack-Rekorder Ardour. Mit Jack ist außerdem ein leistungsfähiger Soundserver enthalten, der ebenfalls mit geringer Latenzzeit aufwartet und es ermöglicht, alle Clients synchron auszuführen. Weitere Software ist beispielsweise zum Senden von Streams enthalten.
Wer Dynebolic installieren möchte, kann dies ebenfalls tun. Dafür muss nur das passende Verzeichnis auf eine Festplatte kopiert werden, der Startvorgang erfolgt weiterhin von CD, die Daten werden jedoch von der Festplatte geladen. Das System soll sich mit 48 MByte RAM zufrieden geben und belegt 450 MByte auf der CD, wobei es auch von USB-Sticks laufen kann. Auf der Xbox, für die es Dynebolic 1 gibt, läuft Version 2 allerdings noch nicht.
Die neue Version der Live-CD steht ab sofort zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit. Vorerst muss man dafür auf BitTorrent zurückgreifen.



