Teuflisch: Modchip für die Xbox 360 angekündigt
Dennoch ist die Neugier groß und die Website zum Devil360 getauften Modchip war laut des dahinter stehenden Teams eine Zeit lang überlastet – ein Wechsel auf neue Webserver wurde bereits in Aussicht gestellt und ist vermutlich schon erfolgt. Das Forum und eine Frage-Antwort-Sektion fehlen leider noch. Auf der Startseite gibt es aber einige Infos zum angekündigten Xbox-360-Modchip.
Der Devil360 soll sich ein "kleines Sicherheitsloch" zu Nutze machen, das nichts mit den DVD-Firmware-Hacks zu tun habe; es handle sich um einen völlig anderen Ansatz. Um welchen, verriet das Devil360-Team noch nicht. Angekündigt wurde nur, dass dadurch deutlich mehr möglich wird als nur das Abspielen von Raubkopien.
Eigentlich sollte der Chip bereits zum gestrigen denkwürdigen Datum, dem 6. Juni 2006, kurz 6.6.6, fertig gestellt werden. Die Nummer des Teufels ( 666(öffnet im neuen Fenster) ) erklärt damit auch den Namen Devil360. Noch lässt der Teufel in Modchip-Form aber auf sich warten, da das Team u.a. noch sicherstellen will, dass er vor Firmware-Updates seitens Microsoft geschützt ist, per PC programmiert werden, die Festplatte durch eine größere ausgetauscht (IDE/SATA) werden und die Konsole unsignierten Code ausführen kann.
Durch den Devil360-Modchip könnten – sofern er real ist – neben unerlaubten Spielkopien erstmals auch selbst geschriebene Programme ausgeführt werden. Während Ersteres keine Heldentat darstellt, würde durch die Ausführung unsignierten Codes auch eine Umsetzung von Konsolenspiel-Emulatoren oder dem Xbox Media Center (XBMC) auf die Xbox 360 möglich und diese zum universellen Spiel-, Musik-, Video- und Foto-Abspielgerät. Für Letzteres müssen bis jetzt Transcoder-Tools und ein schneller Windows-Rechner zum Einsatz kommen, da Microsofts Xbox-360-Systemsoftware selbst nur wenige Kompressionsformate unterstützt.
Um zu beweisen, dass der Modchip existiert, hat das Devil360-Team gegenüber Xbox-Scene(öffnet im neuen Fenster) und anderen angekündigt, dass funktionsfähige Prototypen an verschiedene Szene-Websites gehen werden, um die Funktionstüchtigkeit zu beweisen. Sobald der Devil360 marktreif ist, soll er ohne Firmware verkauft werden. Das Devil360-Team warnt davor, bei irgendwelchen Händlern Vorbestellungen aufzugeben, da noch gar keine Distributoren verkündet wurden und die Auslieferung sowieso erst nach den Tests durch unabhängige Websites erfolgen soll.
Wie üblich wird durch Einbau eines Modchips bzw. der Modifikation der Elektronik die Garantie verwirkt und zieht vermutlich wie bei modifizierten Xbox-1-Konsolen auch die Gefahr einer Verbannung aus Xbox Live nach sich. Zwei wichtige Punkte, die Modchip-Interessierte unabhängig vom Spielekonsolen-Typ im Vorfeld bedenken sollten.
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