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PC mit automatisierter Trockeneis-Kühlung

VR-Zone und Inno3D demonstrieren Kühlkonzept auf der Computex 2006. Auf der Computex in Taiwan zeigen der Hardware-Hersteller Inno3D und die Hardware-Website VR-Zone gemeinsam einen stark übertaktet laufenden High-End-PC mit automatischer Trockeneis-Kühlung. Anders als bisherige abenteuerliche Trockeneis-Konstruktionen muss das Kühlmittel nicht mehr alle paar Minuten selbst nachgelegt werden.
/ Christian Klaß
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Stattdessen soll die "Automated PC Dry Ice Cooling Machine" dafür sorgen, dass das Trockeneis immer wieder erneuert wird. Das demonstrierte System besteht aus zwei Röhren, die eine führt Trockeneis(öffnet im neuen Fenster) in einen Container mit 99-prozentigem Alkohol. Das Trockeneis verdunstet darin direkt zu gasförmigem Kohlenstoffdioxid, das über eine zweite Röhre abgeführt wird. Dank der chemischen Eigenschaften von Trockeneis geschieht dies ohne den Umweg über einen flüssigen Zustand, was als Sublimation bezeichnet wird. Der durch die Verdunstungskälte gekühlte Container sitzt direkt auf der CPU und einem Teil des Mainboards. Die Elektronik wird damit auf bis zu -70 Grad Celsius gekühlt.

Das System erlaubt zwar eine automatische Kühlung, ohne das Nachlegen von Trockeneis, auf Grund der hohen Belastung der gekühlten Materialien – etwa dem Gehäuse des Prozessors – raten Inno3D und VR-Zone aber von einem Dauereinsatz rund um die Uhr ab. Dennoch soll es einen deutlichen Vorteil bei der Verbesserung der allgemeinen Systemleistung mit sich bringen. Vor allem PC-Begeisterte und Übertaktungsfans wollen die Partner für die Trockeneis-Kühlung interessieren.

Herz des automatisch trockeneisgekühlten Demonstrationsrechners ist ein Dual-Core-Prozessor vom Typ AMD Opteron 170 (2 GHz), der auf über 3 GHz übertaktet wurde – die genaue Zahl wurde nicht genannt. Dazu kommen ein ASUS-Mainboard (A8N32SLI-Deluxe), 2 GByte Speicher (Corsair 3500LL LED) und ein 750-Watt-Netzteil (Silver Stone ST75ZF). Das Netzteil muss so viel Leistung bieten, weil auch noch zwei – vermutlich wassergekühlte – GeForce-7950-GX2-Karten mit je zwei Grafikchips in dem System stecken, als Quad-SLI-Gespann laufen und ebenfalls um 50 Prozent übertaktet werden.

Ein Produkt steckt noch nicht hinter dem noch nach Bastelei aussehenden System. In Aktion ist es auf derzeit auf der Computex 2006 in Taiwan zu sehen. Wer selbst und auf eigene Gefahr mit Trockeneis experimentieren will, findet dazu über das Internet verschiedene Anleitungen und Gleichgesinnte.


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