Readers Edition - Schreib Deine News doch selbst!

Neben Netzeitungs-Mitarbeitern werden sich auch ehrenamtliche Moderatoren aus der Leserschaft darum kümmern, die eingereichten Texte zu überprüfen und online zu veröffentlichen. Texte werden nur veröffentlicht, wenn die Fakten stimmen und niemand beleidigt oder zu Unrecht beschuldigt wird. Über die Einhaltung der Kriterien entscheiden die Moderatoren und in letzter Instanz die Netzeitung. Die Anmeldung zum Redakteur ist jedem möglich.
"Readers Edition will einen anderen Blick auf die Nachrichtenwelt ermöglichen. Erzählen Sie, welche konkreten Auswirkungen die Bundespolitik auf die Menschen hat (Ressort Politik). Schreiben Sie, welche Ereignisse die Menschen vor Ort (Ressort Lokales) oder am Arbeitsplatz (Ressort Wirtschaft) bewegt. Berichten Sie von aktuellen Sportereignissen (Ressort Sport) oder von Neuigkeiten aus dem Internet- und Computer-Sektor (Ressort Web & Technik). Erzählen Sie anderen von neuen Filmen oder neuer Musik und Ereignissen, die Ihnen im Alltag begegnen (Ressort Vermischtes). Schreiben Sie über das, was Sie bewegt" , wirbt die Netzeitung für ihr Projekt.
Da die Texte der Readers Edition unter einer Creative-Commons-Lizenz stehen, dürfen sie unter bestimmten Voraussetzungen auch kostenlos auf private bzw. nicht kommerzielle Websites übernommen werden, was für eine weitere Verbreitung sorgen dürfte. Ob die Texte lesenswert und gelungen sind, können die Leser selbst durch eine Bewertungsfunktion bestimmen. Öffentliche Kommentare zu Artikeln sind ebenso möglich.
In der Blogger-Szene und bei Journalisten stieß das Projekt gleichermaßen auf Lob und auf Kritik. Die Netzeitung sieht sich Vorwürfen ausgesetzt, dass die potenziellen Schreiberlinge trotz zu erwartender Werbung und Sponsoringverträgen unbezahlt bleiben würden. Laut Netzeitung müssen allerdings Mitarbeiter, Server, Datenverkehr, Software-Entwicklung und Community-Unterstützung finanziert werden.
Kritiker befürchten billige " Content-Sklaven(öffnet im neuen Fenster) ", während positive Stimmen in der Readers Edition ein interessantes Testfeld für angehende Jung-Journalisten und Journalismus-Studenten sowie im so genannten Citizen Journalism ("Bürger-Journalimus") eine Chance für die Demokratisierung der Medienwelt sehen. "Die Readers Edition macht den Rezipient zum Sender und ermöglicht eine Berichterstattung über Themen, die von klassischen Medien nicht beleuchtet werden" , lobt Phil von Sassen, Blogger beim Hauptstadtblog.de(öffnet im neuen Fenster) und Moderator bei der Readers Edition.
Wie sich das Experiment Readers Edition entwickelt, wird nicht nur die Golem.de-Schwesterpublikation Netzeitung(öffnet im neuen Fenster) gespannt beobachten. Da bereits seit vergangenem Freitag die fast 2.500 vorangemeldeten Interessenten die Plattform ausprobieren und Artikel online stellen konnten, sind zum heutigen offiziellen Start bereits erste Artikel unter www.readers-edition.de(öffnet im neuen Fenster) zu finden. Diese widmen sich etwa Themen wie der Solidarität unter streikenden Ärzten, der Praxistauglichkeit des Berliner Hauptbahnhofs und Neuigkeiten auf dem Softwaremarkt. Das Readers-Edition-Team erwartet, dass im Hinblick auf die am 9. Juni beginnende Fußballweltmeisterschaft 2006 auch Sport in der "offenen Zeitung" stark thematisiert werden wird.



