Spieletest: Animal Crossing Wild World - Leben im DS
Einzug in die Stadt der Tiere. Schon auf dem GameCube konnte Animal Crossing eine große Fangemeinde finden, jetzt ist das ungewöhnliche Spielkonzept auch für das Nintendo DS umgesetzt worden – und entfaltet dort, auch dank WLAN-Anbindung, eine noch größere Faszination.
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Das Gameplay von Animal Crossing ist nicht so einfach zu beschreiben, da es sich von anderen Lebens- und Personensimulationen wie etwa Die Sims grundlegend unterscheidet: Es gibt zwar zahlreiche Aufträge, aber keine wirklichen Missionen, Zeit- oder Aufgabendruck existieren nicht, und ein richtiges Spielziel findet sich im Grunde auch nicht. Stattdessen zieht man einfach in eine kleine niedliche Stadt, in der bereits zahlreiche Tiere mit unterschiedlichen Persönlichkeiten und Vorlieben leben – und versucht, dort Freundschaften zu knüpfen und seinen Tagesablauf so unterhaltsam wie möglich zu gestalten.
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Der Solo-Modus beginnt mit einer Taxi-Fahrt, auf der einem der Fahrer zunächst ein paar grundlegende Fragen stellt – etwa nach dem eigenen Namen, dem Geschlecht und dem Namen des Ortes, an den man will – hier bestimmt man dann, wie das Dorf heißen soll, das man zukünftig bewohnen soll. Im neuen Wohnort angekommen, lernt man schnell den Bürgermeister und vor allem den Händler Nook kennen, der einem – nicht ganz uneigennützig – auch gleich ein kleines nettes Häuschen zur Verfügung stellt. Der Haken dabei: Nook hat den Kaufpreis des Hauses nur vorgestreckt, so dass gleich zu Beginn ein beachtlicher Schuldenberg auf dem Spieler lastet. Nur gut, dass gerade eine Stelle in Nooks Laden frei ist, mit der man sich das erste Geld verdienen kann.
Die nächsten Stunden, Tage und Wochen verbringt man mit den unterschiedlichsten Beschäftigungen: Man pflanzt Blumen, lernt die Dorfbewohner besser kennen und tut ihnen den einen oder anderen Gefallen, geht angeln, designt eigene Klamotten und betätigt sich in Nooks Laden. Mit der Zeit bessern sich so die Beziehungen zu den anderen Charakteren, man schließt Freundschaften, baut sein eigenes Häuschen immer weiter aus und noch so einiges mehr.
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Auch wenn sich viele Aufgaben und Gespräche nach einiger Zeit wiederholen, kommt durch die Systemuhr des DS immer neues Leben ins Spiel – Animal Crossing registriert nämlich, welche Jahreszeit, welcher Tag und welche Uhrzeit gerade ist. An Feiertagen kann man sich auf bestimmte Events wie Stadtfeste und Partys freuen, wer nachts spielt, muss sich hingegen damit abfinden, dass Nooks Laden eventuell gerade geschlossen hat.
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Besonders reizvoll wird das Ganze zudem durch die WLAN-Fähigkeit des DS – entweder spielt man direkt mit einem menschlichen Gegenüber oder loggt sich via Nintendo Wifi-Connection ein, um Freunde aus anderen Städten einzuladen oder selbst das Heimatdorf zu verlassen und sie zu besuchen. Sogar das Umziehen in ein anderes Dorf ist möglich.
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Die Bedienung erfolgt komplett per Stylus und Touchscreen, was sich als noch deutlich komfortabler als auf dem GameCube erweist; die Verwaltung des Inventars, die Stadtkarte und alles andere Relevante ist so einfach und bequem abzurufen. Die eigene Spielfigur kann ebenfalls per Stylus durchs Dorf geführt werden, wer lieber zu den Bewegungstasten greift, kann aber auch dies tun. Auch Grafik und Sound wissen zu gefallen und verleihen dem Spiel eine sehr angenehme, stimmige Atmosphäre.
Animal Crossing Wild World ist für das Nintendo DS im Handel erhältlich und kostet knapp 40,- Euro.
Fazit: Das Spielkonzept von Animal Crossing ist sicherlich nicht jedermanns Sache – auch mal ganz ohne Aufträge durch die eigene Stadt zu laufen, einfach aus Spaß das Haus neu dekorieren oder ein bisschen Smalltalk zu führen sind schließlich nicht gerade typische Bestandteile eines Videospiels. Eben hier liegt aber die eigentliche Faszination dieses Titels: Wer sich darauf einlässt, taucht in eine eigene Welt ab, ist immer wieder darauf gespannt, was als Nächstes für Ereignisse am schwarzen Brett der Stadt angeschlagen sind und zieht via Wifi Connection immer mal wieder aus, um Freunde in anderen Orten zu besuchen – ein Spiel also, mit dem man sich trotz einiger inhaltlicher Wiederholungen für Wochen und Monate beschäftigen kann.