Drucken ohne Warteschleife
Ein Beispiel: Statt im Firmennetzwerk nach dem geeigneten Drucker zu suchen, der Farbausdrucke in Laserqualität liefert, muss der Nutzer nur noch wählen, welche Qualität der Ausdruck haben soll. Das Virtual Office of the Future (VOF) findet den entsprechenden Drucker von allein. Auch die Suche nach einem freien Faxgerät soll damit endgültig vorbei sein. Der Faxbefehl soll genügen, der VOF-Zentralrechner schickt das Dokument auf ein Gerät in der Firma, das gerade nicht besetzt ist.
Mit dem VOF-Ansatz verabschieden sich die Entwickler von der Kommunikation mit einzelnen Geräten. Stattdessen schaffen sie eine virtuelle Druckumgebung, die selbst entscheidet, wie sie sich am effizientesten nutzen lässt. Ganz gleich, welche Bedürfnisse der Kunde hat, das Forscherteam entwickelt mit Hilfe der Fraunhofer PuLSE-Technologie – dem Product Line Software and Systems Engineering – die entsprechende Lösung. "Unsere Software ist wie ein Werkstoff, den wir nur noch in die richtige Form bringen müssen" , erklärt Entwicklungsleiter Dr. Dirk Muthig. So ist zum Beispiel ein Dokumentationssystem für die Polizei angedacht: Bei Aufnahmen an Unfallorten soll die Digitalkamera automatisch das korrekte Format und den richtigen Ausschnitt auswählen, um die Einbindung der Bilder in den späteren Bericht zu erleichtern.
Aktuell soll der virtuelle Drucker während der Fußball-WM in Kaiserslautern getestet werden: Sportjournalisten sollen an jedem Punkt der Stadt mit dem eigenen Laptop Aufträge an Drucker senden können, die über ganz Kaiserslautern verteilt sind. Beispielsweise können Texte oder Dokumente direkt vom Stadion zum Drucker ins Hotel geschickt werden.



