AMD entwickelt Desktop-Plattform für acht Prozessorkerne
AMD empfiehlt die neue Plattform nicht als Workstation, sondern richtet sich ausdrücklich an Technik-Enthusiasten und Computerspieler als nächsten Schritt der FX-Prozessoren. Folglich konnte AMD mit Alienware auch den ersten PC-Hersteller vorstellen, der 4x4-Systeme bauen und diese bereits in der zweiten Hälfte des Jahres 2006 ausliefern will.
Auf einer solchen Plattform sollen sich zwei AM2-Prozessorsockel befinden, deren Prozessoren über eigene HyperTransport-Verbindungen miteinander kommunizieren – das Konzept sieht nach den bisher von AMD vorgelegten Diagrammen exakt aus wie die Infrastruktur eines Opteron-Servers. Im Vergleich zu den Opterons haben Athlon 64 und Athlon 64 FX bisher aber nur einen HyperTransport-Link, so dass für 4x4 wohl neue Prozessoren nötig sind.
Der Stromverbrauch solcher Systeme, auch in der ersten Generation, dürfte extrem werden. Zwar sind die derzeit aktuellen X2-Prozessoren bis zum 4800+ auch mit einer typischen Leistungsaufnahme von je 65 Watt pro Prozessor zu haben, zwei davon kommen somit auf 130 Watt – nur unwesentlich mehr als der aktuelle FX-62 mit 125 Watt. Ein 4x4-Mainboard dürfte durch zusätzliche Spannungswandler, doppelt ausgeführte Speichersockel und die vier zusätzlichen HyperTransport-Links jedenfalls deutlich stromhungriger sein als etwa eine heutige Plattform mit nur einem AM2-Sockel.



