• IT-Karriere:
  • Services:

Analysten: AMD will ATI kaufen

Übernahmefantasien wegen Fab38

Die Analysten der Marktforscher von "RBC Captial Markets" sind der Meinung, dass AMD bald ATI übernehmen könnte. Sie geben als Gründe AMDs Pläne an, die Fertigungskapazitäten drastisch zu erhöhen - ATI dagegen hat gar kein eigenes Halbleiterwerk.

Artikel veröffentlicht am ,

Von den Überlegungen der Analysten berichtet das US-Magazin Forbes in seiner Online-Ausgabe. Den Analysten zufolge stellt ATI gerade eine günstige Gelegenheit dar, da das Unternehmen kein großes Wachstum zu erwarten habe und vergleichsweise preiswert sei. Laut Angaben der US-Börse NASDAQ beträgt der Börsenwert von ATI derzeit knapp 4,2 Milliarden US-Dollar, der von AMD aber knapp 15 Milliarden.

Stellenmarkt
  1. Ashampoo GmbH & Co. KG, Rastede
  2. HiScout GmbH, Berlin

Ohne auf Details einzugehen, nennt RBC für beide Unternehmen die oft angeführten "Synergien" als Vorteil, bezieht sich dabei aber vor allem auf die Fertigungskapazitäten - und damit wohl auf die im Bericht nicht ausdrücklich genannte Erweiterung des Standorts Dresden. ATI lässt seine Grafikprozessoren bisher ausschließlich bei Auftragsherstellern, so genannten Foundries, fertigen. Dort herrscht stets ein Kampf um die modernsten Fertigungstechnologien und Kapazitäten, auch mit Nvidia - beide Unternehmen lassen ihre aktuellen Chips bei der größten Foundry TSMC in Taiwan herstellen.

Auch produktpolitisch könnte ein Zusammengehen der beiden Halbleiter-Hersteller sinnvoll sein: AMD stellt seit Jahren keine eigenen Chipsätze mehr her, was dem Unternehmen vor allem bei Mobilrechnern fehlt. ATI verfügt hier über ein breites Angebot, dem nur die Server-Chipsets fehlen. Die Chipsätze für Intel-Prozessoren müsste ATI nach einer Übernahme aber wohl beerdigen.

Intel dagegen vermarktet seine Idee der "Plattformen" sehr geschickt: Um beispielsweise mit der von Intel stark beworbenen Marke "Centrino" glänzen zu dürfen, muss ein Notebook-Hersteller neben der CPU auch Chipsatz und WLAN-Modul von Intel kaufen. Zudem wächst gerade bei Büro-PCs der Anteil der in den Chipsatz integrierten Grafiklösungen stark. Mit dem Erscheinen von Windows Vista, das für die neue Oberfläche einen Grafikchip mit DirectX-9-Funktionen voraussetzt, steht zudem den Unternehmenskunden eine Aufrüstwelle bevor. AMD muss sich hier bisher auf andere Chipsatzhersteller verlassen, während Intel fröhlich Komplettpakete verkaufen kann.

Der Zeitpunkt für einen Kauf von ATI durch AMD scheint also günstig - doch noch sind das alles "Gerüchte und Spekulationen", wie auch AMD gegenüber Golem.de mitteilte. Und derartiges wollte das Unternehmen auch nicht kommentieren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 555,55€ (zzgl. Versandkosten)
  2. (u. a. RTX 2080 ROG Strix Gaming Advanced für 699€, RTX 2080 SUPER Dual Evo OC für 739€ und...

supersam87 28. Nov 2017

Wusste nichtmal, dass die Beiden zusammen taktieren. Als ich damals noch in der Branche...

nemesis 02. Jun 2006

Ati Rage XL heißt der Chip, gibts mit bis zu 8 Mbyte eigenem Speicher. Wird seit 2000...

Anonymer Nutzer 02. Jun 2006

Ich glaube auch nicht, dass diese neue GUI DX9 braucht. Es wird halt drauf geschrieben...

Hrusty 01. Jun 2006

auch könnte AMD so ATI wieder in die Spur bringen... und endlcih eigene Chipsätz...

@ 01. Jun 2006

Mach schnell eine Pressemitteilung, vielleicht liest es ein PR-Typ bei Microsoft und wird...


Folgen Sie uns
       


Golem.de hackt Wi-Fi-Kameras per Deauth

WLAN-Überwachungskameras lassen sich ganz einfach ausknipsen - Golem.de zeigt, wie.

Golem.de hackt Wi-Fi-Kameras per Deauth Video aufrufen
Videoüberwachung: Kameras sind überall, aber nicht überall erlaubt
Videoüberwachung
Kameras sind überall, aber nicht überall erlaubt

Dass Überwachungskameras nicht legal eingesetzt werden, ist keine Seltenheit. Ob aus Nichtwissen oder mit Absicht: Werden Privatsphäre oder Datenschutz verletzt, gehören die Kameras weg. Doch dazu müssen sie erst mal entdeckt, als legal oder illegal ausgemacht und gemeldet werden.
Von Harald Büring

  1. Nach Attentat Datenschutzbeauftragter kritisiert Hintertüren in Messengern
  2. Australien IT-Sicherheitskonferenz Cybercon lädt Sprecher aus
  3. Spionagesoftware Staatsanwaltschaft ermittelt nach Anzeige gegen Finfisher

Minikonsolen im Video-Vergleichstest: Die sieben sinnlosen Zwerge
Minikonsolen im Video-Vergleichstest
Die sieben sinnlosen Zwerge

Golem retro_ Eigentlich sollten wir die kleinen Retrokonsolen mögen. Aber bei mittelmäßiger Emulation, schlechter Steuerung und Verarbeitung wollten wir beim Testen mitunter über die sieben Berge flüchten.
Ein Test von Martin Wolf


    Staupilot: Der Zulassungsstau löst sich langsam auf
    Staupilot
    Der Zulassungsstau löst sich langsam auf

    Nach jahrelangen Verhandlungen soll es demnächst internationale Zulassungskriterien für hochautomatisierte Autos geben. Bei höheren Automatisierungsgraden strebt die Bundesregierung aber einen nationalen Alleingang an.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

    1. Autonomes Fahren Ermittler geben Testfahrerin Hauptschuld an Uber-Unfall
    2. Ermittlungsberichte Wie die Uber-Software den tödlichen Unfall begünstigte
    3. Firmentochter gegründet VW will in fünf Jahren autonom fahren

      •  /