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Virtuelles Linux schneller als natives?

Wombat auf L4-Kernel teilweise schneller als native Linux-Installation. Wissenschaftler des National ICT Australia (NICTA) haben Benchmarks vorgelegt, nach denen ihre Version eines paravirtualisierten Linux-Systems teilweise schneller läuft als eine native Linux-Installation. Das Forschungszentrum für Informations- und Telekommunikationstechnik nutzte dabei die eigene Linux-Portierung "Wombat", die auf einem L4/Iguana-System läuft.
/ Julius Stiebert
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Iguana ist ein für Embedded-Systeme entwickeltes, freies Betriebssystem mit einem L4-Kernel(öffnet im neuen Fenster) . Darauf läuft das vom NICTA entwickelte Wombat-System, ein paravirtualisiertes Linux. Dabei wird zwar eine Betriebssysteminstanz virtualisiert, diese läuft allerdings direkt auf der Host-Hardware. Besonders auf ARM-Architekturen wie XScale-Prozessoren soll Wombat schneller laufen als eine native Linux-Installation auf derselben Hardware, versprechen die Forscher. Dies liege vor allem daran, dass Wombat von der in dem L4-Kernel umgesetzten Fast-Address-Space-Switch-Technik(öffnet im neuen Fenster) profitiere, die in nativen Linux-Distributionen nicht vorhanden sei.

Dadurch sei der Wechsel zwischen einzelnen Threads bis zu 30-mal schneller. Die Benchmarks(öffnet im neuen Fenster) wurden mit LMbench(öffnet im neuen Fenster) durchgeführt und zeigen, dass Wombat vor allem beim Umschalten zwischen Threads schneller ist. Bei Bandbreitentests wie dem Lesen, Schreiben und dem Kopieren von Speicherinhalten hingegen hat die native Linux-Installation bei den meisten Ergebnissen die Nase vorn.

Wombat läuft auf ARM-, x86- und MIPS-Plattformen und steht einzeln zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit. Alternativ lässt es sich als Teil des Iguana-Projektes(öffnet im neuen Fenster) herunterladen.


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