KDE-Anwendungen kommunizieren künftig über D-Bus
KDE-Entwickler Thiago Macieira gibt in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) bekannt, dass DCOP aus dem KDE-Entwicklungszweig entfernt(öffnet im neuen Fenster) wurde. Über DCOP kommunizierten KDE-Programme bisher miteinander. Beispielsweise lässt sich Kontact darüber anweisen, nach neuen E-Mails zu sehen. Etwa sechs Jahre wurde DCOP eingesetzt, war dabei aber hauptsächlich auf KDE zugeschnitten, weshalb es nun durch das vom freedesktop.org-Projekt entwickelte D-Bus abgelöst wurde.
D-Bus bietet eine Bibliothek, mit der zwei Programme miteinander kommunizieren können. Ein Daemon ermöglicht außerdem die Kommunikation zwischen mehreren Anwendungen, wobei er Nachrichten auch weiterleiten kann. Die KDE-Anwendungen sollen durch den Einsatz von D-Bus vor allem besser mit anderen Systemen zusammenarbeiten können, da Bindings für viele Programmiersprachen wie Java, Python, Perl und Mono existieren.
Auch sollen sich Systeme wie das Hardware Abstraction Layer(öffnet im neuen Fenster) (HAL) einfacher nutzen lassen, das Anwendungen erlaubt, auf bestimmte Ressourcen zuzugreifen. Programme müssen damit nur die HAL-Schnittstelle, nicht aber die Hardware direkt unterstützen.
Macieira hofft auch, dass das Portland-Projekt künftig auf D-Bus setzen wird. Dieses Projekt arbeitet daran, KDE und GNOME zu vereinheitlichen. Setzt auch Portland auf D-Bus, so müssen die KDE-Entwickler keine extra Bibliothek unterstützen, um von der Arbeit des Projektes zu profitieren. Auch GNOME nutzt D-Bus.
- Anzeige Hier geht es zu Linux: Das umfassende Handbuch bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



