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Turbolinux 11 als internationale Version verfügbar

Desktop-Linux orientiert sich an Windows. Der asiatische Linux-Distributor Turbolinux hat seine gleichnamige Distribution nun auch in einer internationalen Variante veröffentlicht. Turbolinux 11 ist für den Einsatz auf dem Desktop und auf Laptops ausgelegt und verspricht eine hohe Kompatibilität zu Windows.
/ Julius Stiebert
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Turbolinux ist vor allem im asiatischen Raum verbreitet, die aktuelle Version 11 alias "Fuji" ist nun aber auch in einer internationalen Version verfügbar. Diese soll laut Anbieter besonders durch Windows-Kompatibilität trumpfen können, wofür beispielsweise OpenOffice.org 2.0 als Alternative zu Microsoft Office enthalten ist. Fuji ist außerdem so konfiguriert, dass Nutzer den Active-Directory-Dienst direkt nutzen können. Der Dateiaustausch mit Windows-Computern im Netzwerk soll sich genauso einfach einrichten lassen wie unter Windows. Dabei verspricht Turbolinux, dass auch von Linux-Computern aus auf so freigegebene Ordner zugegriffen werden kann.

Die auf KDE basierende Oberfläche wurde dem Windows-Desktop angepasst. So finden sich Icons wie "My Computer" und "My Documents" und auch die Menüs sollen denen von Windows ähneln. Als Alternative zu KDE bietet Turbolinux 11 auch Xfce für ältere Rechner an. Mit "Turbo Alert" ist zudem eine Applikation enthalten, die automatisch über Updates informiert und diese auch selbstständig installieren kann.

Mit "Turbo Plus" ist ein grafischer Paketmanager enthalten, der auch den Zugriff auf zusätzlich von Turbolinux online angebotene Pakete erlaubt. Ergänzt wird dies durch ein Angebot an kommerziellen Anwendungen wie CyberLink PowerDVD, mit dem Linux-Nutzer legal verschlüsselte DVDs anschauen können. Das Migrationswerkzeug Progression Desktop ist so ebenfalls in einer Version für Turbolinux erhältlich. Die Software übertragt automatisch Daten wie E-Mails und Office-Dateien von einer bestehenden Windows-Installation auf die neue Turbolinux-Installation.

Fuji bietet zudem ein Kontrollzentrum, über das sich beispielsweise Dienste und Drucker konfigurieren lassen. Die Distribution unterstützt außerdem diverse WLAN-Karten, inklusive Intels Centrino-Chips. Darüber hinaus lassen sich Windows-Media-Dateien direkt wiedergeben und auch Flash und Java bringt Turbolinux 11 mit. Die Distribution setzt weiterhin auf den Linux-Kernel 2.6.12, X.org 6.8.2, GCC 3.4.3, Glibc 2.3.5 sowie RPM 4.4.2.

Turbolinux 11 in englischer Sprache kann ab sofort über turbolinux.com(öffnet im neuen Fenster) für 39,- US-Dollar erworben werden.


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