Neue Ziele für Debian Etch
Anfang Mai 2006 hatte Andreas Barth, Mitglied des Release-Teams, schon einmal einen Überblick über den derzeitigen Stand der Distribution gegeben. Seitdem haben sich die Ziele jedoch noch etwas verschoben, wie er nun in einer E-Mail(öffnet im neuen Fenster) bekannt gab. Nach der bereits erfolgten Umstellung von GCC 3.4 auf 4.0 soll diese nun wiederum durch Version 4.1 ersetzt werden.
Ferner sollen die Unterstützung für die Sicherheitserweiterung SELinux und Large File Support (LFS) auf jeden Fall in Etch enthalten sein. Zuvor waren dies noch Ziele, die nicht unbedingt erfüllt werden mussten. Debian Etch soll außerdem kompatibel zu der Linux Standard Base 3.1 werden und auch IPv6 soll die nächste Version unterstützen. Die Entwickler wollen außerdem ein neues Python-Framework integrieren. Zudem arbeiten sie daran, das modular aufgebaute X.org 7.0 in Etch aufzunehmen.
Die Integration von AMD64 als offizielle Architektur braucht aber noch Zeit, sobald X.org 7.0 in der Distribution sei, soll sich die Situation allerdings verbessern. Am 30. Juli 2006 ist der "Freeze" für den Kernel und die grundlegenden Werkzeuge geplant. Zu diesem Zeitpunkt soll es weniger als 200 veröffentlichungskritische Fehler geben. Für den 18. Oktober 2006 planen die Entwickler dann den allgemeinen Freeze aller Pakete und wollen erreichen, dass dann weniger als 80 Fehler in der Distribution sind, die eine Veröffentlichung verzögern können. Als Erscheinungstermin für Debian Etch gilt weiterhin der 4. Dezember 2006.
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