Open-Source-Grafikkarte soll 1.000 US-Dollar kosten

Offenes Entwicklerboard kurz vor der Fertigstellung

Das "Open Graphics Development Board" (OGD1) macht Fortschritte. Ursprünglich als offenes Hardware-Design unter der GPL für Linux-Anwendungen geplant, ist aus der Grafikkarte nun ein Lehr- und Studienobjekt geworden, das auch von einigen Halbleiter-Herstellern unterstützt wird.

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Die Idee zur OGD1 stammt vom Linux-Entwickler Timothy Miller, der bereits Ende 2004 vorschlug, eine offene Grafikkarte zu entwickeln, da viele Hersteller von GPUs Linux nur mangelhaft unterstützen und ihre Treiber nicht vollständig offen legen. Die großen Hersteller von Grafikprozessoren geben dafür immer wieder an, dass viel geistiges Eigentum in den Treibern steckt, das man vor der Konkurrenz schützen müsse.

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Für die offene Grafikkarte hat Timothy Miller inzwischen die Firma "Traversal Technology" gegründet, die ihre Entwicklungen weiter unter der Lizenz GPL anbieten will. Ende Februar 2006 wurde das Layout der ersten Entwickler-Platine vorgestellt. Dabei handelt es sich nicht wirklich um eine Grafikkarte, sondern vielmehr um den Rohbau dafür: Das Board OGD1 besitzt zwar zwei DVI-Ausgänge, TV-Out und kann mit 256 MByte RAM bestückt werden. Der Prozessor selbst ist jedoch ein auch extern programmierbares "Field Programmable Gate Array" (FPGA), wie es auch in der Forschung und für rechenintensive Spezialanwendungen verwendet wird. Die Karte selbst passt in einen PCI- oder PCI-X-Steckplatz. Auch eine externe Stromversorgung ist vorgesehen.

Layout der OGD1
Layout der OGD1
Der FPGA-Baustein selbst, im Grunde ein "leerer", noch nicht verschalteter Prozessor namens ECP2, stammt dabei von der Halbleiter-Größe Lattice Semiconductor, die auch die Entwicklungswerkzeuge dafür stellt. Dafür soll das kostenlose Programmiertool ispLEVER-Starter von Lattice an die OGD1 angepasst werden, was bis spätestens September 2006 geschehen soll. Ironischerweise läuft das Tool aber nur unter Windows 2000 und XP.

Die erste Version der OGD1 soll für interessierte Entwickler um 1.000,- Dollar kosten und im Sommer 2006 ausgeliefert werden - dabei handelt es sich wohlgemerkt nicht um eine vollständige Grafikkarte, der Preis ist für Entwickler-Boards dennoch im üblichen Rahmen. Wer aktiv an der OGD1 mitarbeiten will, kann auch 300 bis 400 Dollar Rabatt erhalten, muss dann aber unter anderem seine Entwicklungen in der Chip-Beschreibungssprache HDL veröffentlichen sowie ein BIOS für die Karte und Linux-Treiber erstellen - bzw. diese Komponenten aus anderen GPL-Quellcodes zusammenbauen und seine Arbeiten mehrsprachig dokumentieren.

Ob aus der OGD1 jemals ein kommerzielles Produkt wird, ist noch nicht abzusehen. Der Ansatz, einen Chip erst als programmierbares FPGA zu entwickeln und dann das endgültige Design in HDL zu gestalten, ist jedoch durchaus üblich. Fehlt am Ende nur noch der Halbleiter-Hersteller, welcher die Chips auch in Serie fertigt. Dafür gibt es zwar vor allem in Taiwan Auftrags-Fabs wie TSMC und UMC - in denen übrigens auch ATI und Nvidia fertigen lassen -, doch deren Preise und Stückzahlen sind eher für die Massenfertigung gedacht.

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Fieser Möppel 09. Sep 2006

"Klapprechner"? *schnellwegduck* :D

Missingno. 31. Mai 2006

Emu-Spieler haben keinen - ach scheiß drauf, lass es dir von FranUnFine erklären. *g*

jodoba 31. Mai 2006

Also die Nachfrage nach solch einer Karte wäre IMHO imens, hab selber zwar kein Linux...

testuser 31. Mai 2006

Damit wuerde ich auch nicht rechnen.. Dazu waeren viel mehr Finanzmittel noetig, um mit...



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