c't: Keine Beeinflussung durch Microsoft
Der c't liegt besagte Office 2007 Beta 2 in der aktuellen Ausgabe bei, was in verschiedenen Foren für einige Mutmaßungen über die Integrität der Redaktion des Verlag Heinz Heise sorgte. Im c't-eigenen Forum unter Heise.de meldete sich mittlerweile c't-Chefredakteur Christian Persson zu Wort(öffnet im neuen Fenster) und gab eine Stellungnahme ab: Negativkritik habe Microsoft der c't nicht untersagt. Der Herausgabe der eigenen Heft-CD mit der Office-Beta sei eine kritische Diskussion zwischen Microsoft und etlichen deutschen Fachverlagen vorausgegangen.
Nachdem Microsoft einem Computermagazin die Herausgabe des XP Service Pack 2 vor allen anderen erlaubte und sich damit Kritik anderer Verlage einfing, habe sich Microsoft offenbar veranlasst gesehen, für alle Computermagazine gleiche Bedingungen zu schaffen und diese vertraglich zu regeln. "Der aus den USA vorgegebene Vertrag ist aus meiner Sicht juristischer Overkill, schränkt aber bei vernünftiger Auslegung die journalistische Freiheit nicht ein", so Persson.
Es sei ohnehin guter journalistischer Brauch, dem Betroffenen eine Gelegenheit einzuräumen, zu Kritik Stellung zu nehmen. Davon, dass Microsoft Formulierungen vorgegeben habe, könne überhaupt keine Rede sein, betont Persson, der damit der Computer-Bild-Ankündigung widerspricht. Im so genannten "Reviewer's Guide" gehe es lediglich um die korrekte Schreibweise der Wortmarke.
"Um jedem Risiko einer unvernünftigen Auslegung vorzubeugen, hat c't bis zur letzten Minute eine Doppelproduktion gefahren. Natürlich wollten wir, da sich die Gelegenheit ergab, unserer Leserschaft die Office-Beta zugänglich machen, geplant war aber für diese Ausgabe eine CD mit anderem Inhalt. Dieser Inhalt und sämtliche dazugehörigen Artikel wurden parallel produktionsreif gemacht, so dass wir die Entscheidung jederzeit hätten revidieren können. De facto hat Microsoft keinerlei Versuch unternommen, auf die Berichterstattung Einfluss zu nehmen", so der c't-Chefredakteur abschließend.
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