Interview: Fast mehr als ein Weblog

Netzeitung: Woher kommt Ihre Begeisterung fürs Internet, oder allgemeiner, für die Technik?

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Haeusler: Von Batman. Mit Superman konnte ich nie. Wenn ich wie er von einem anderen Planeten käme, könnte ich auch alles. Batman war aber von diesem Planeten und musste die Probleme nur mit seinen eigenen Fähigkeiten, also Wissen und Technik, lösen. In der Musik hat mich das auch immer interessiert. Selbst bei "Plan B" haben wir zum Ende hin viel in Richtung Computerkultur experimentiert und uns inhaltlich mit Technologie beschäftigt.

Netzeitung: Was viele "Plan B"-Fans nicht verstanden haben oder nicht hören wollten.

Haeusler: Das stimmt. Es sollte Rock mit Technik und tanzbaren Rhythmen sein, so wie "Jesus Jones" oder die "Charlatans". Die Fans waren irritiert und einige Musikkritiker konnten damit nichts anfangen. Aber es hat uns einen ganz besonderen Fan beschert: William Gibson. Ich durfte ihn, dessen Bücher ich sehr bewundere, 1994 in Kanada interviewen, und er hat sich sehr darüber gefreut, von einem seiner Lieblingsmusiker interviewt zu werden. Erstaunlich war, dass er als einer der wenigen Visionäre der modernen Datenwelt damals noch nicht mal eine Mailadresse hatte. Er interessierte sich für Cyberspace, nutzte die vorhandenen Möglichkeiten aber kaum.

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Netzeitung: Heute bloggt auch er...

Haeusler: Ja, aber nur sporadisch.

Netzeitung: Ist Spreeblick so erfolgreich, weil ihr im Gegensatz zu anderen Weblogs neben Textbeiträgen auch Ton- und Videospuren, also Pod- und Videocasts anbietet?

Haeusler: Weiß ich nicht, es ist aber sicher kein Nachteil, dass ich seit den 80er-Jahren beim Radio gearbeitet habe.

Netzeitung: Was verbindet Radio und Internet?

Haeusler: Fritz zum Beispiel war einer der ersten Radiosender, der interaktiv sein wollte. Nicht nur mit einer eigenen Website, sondern auch über Chats. Ich hatte in meinen Sendungen den Chat immer auf und habe den Hörern gesagt: "Klinkt euch ins Programm ein, benutzt den Chat!" Anfangs war es sehr anstrengend, gleichzeitig die Sendung zu machen und zu chatten, obwohl sich nur zehn Leute beteiligten. Wir haben Anreize geschaffen, um die Beteiligung zu erhöhen. Wer zuerst im Chat die Lösung für ein Gewinnspiel tippt, gewinnt eine Single. Dann kamen Schnitzeljagden durch die Stadt hinzu, die man online verfolgen konnte. Später ließ sich Fritz auch mal die Website hacken und die Hörer mussten sie aus ihren Caches wieder zusammensetzen.

Netzeitung: Als Sie noch bei Fritz moderierten, wussten Sie, wer das Zielpublikum ist: Jugendliche und junge Erwachsene. Aber für wen führt man ein Weblog?

Haeusler: Weiß ich nicht. Ich weiß aber, dass es auch viele junge Leser gibt. Das Alter des Durchschnittslesers dürfte irgendwo zwischen 25 und 50 Jahren liegen.

Netzeitung: Würden Sie es gerne genauer wissen?

Haeusler: Schon, oder? Nein, es ist völlig egal. An dem, was wir auf Spreeblick machen, würde ein genaueres Wissen über unsere Besucher nur wenig ändern. Wenn ich für eine Zeitung schreibe, versuche ich beim Schreiben einzubeziehen, wie die Zeitung ausgerichtet ist und was die Leser vielleicht erwarten. In der "De:Bug" muss ich, wenn ich über Technik schreibe, nicht so viel erklären wie etwa beim "Tip". Für Spreeblick schreibe ich so wie ich jetzt hier mit Ihnen rede, na ja, vielleicht etwas geschliffener.

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