Nokia veröffentlicht Symbian-Browser-Engine als Open Source
Der Open-Source-Browser für S60-Plattformen setzt auf Apples WebCore und JavaScriptCore auf, die die Basis des Webbrowsers Safari bilden. Dabei basiert WebCore wiederum auf der Rendering-Engine KHTML des Unix-Desktops KDE und JavaScriptCore auf KJS, das ebenfalls von den Entwicklern des KDE-Browsers Konqueror stammt.
Nachdem der Browser selbst bereits seit November 2005 erhältlich ist, hat Nokia nun auch die Portierung der Engine "Web Kit" für S60 als Open Source im Rahmen von Apples Web-Kit-Projekt(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht. Außer der eigentlichen Rendering Engine und JavaScriptCore zählt auch Netscapes Plug-In-API zu der Portierung. Zudem gehört eine Speicherverwaltung zum freigegebenen Code, der Situationen behandelt, bei denen kein Speicher mehr auf dem Endgerät zur Verfügung steht. Die Portierung soll außerdem Code enthalten, der eine Navigation mit einem Mauszeiger ermöglicht, Frames als Tabellen rendert, Suche im Text auf Seiten unterstützt und auch DHTML darstellen kann. Durch die Unterstützung für JavaScript sollen auch Ajax-Applikationen mit dem Browser laufen.
Nokia verspricht weiterhin, dass der Browser für S60-Geräte das Original-Layout einer Seite auf das Handy-Display bringt. Dank einer verkleinerten Ansicht soll auch die einfache Navigation durch die Inhalte möglich sein und Pop-up-Fenster blockiert der Browser automatisch. Durch die Freigabe des Quelltextes erhofft sich Nokia eine einheitliche Basis für mobile Browser und damit eine geringere Fragmentierung des Browser-Marktes. Dies wiederum soll die Entwicklung von Inhalten erleichtern.
Der Quelltext des S60-Web-Kits unterliegt den Bestimmungen der BSD-Lizenz und steht ab sofort auf opendarwin.org(öffnet im neuen Fenster) zum Download bereit.
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