Creative Labs bestätigt und mildert X-Fi-Probleme

Richtig eingesteckte Speichermodule helfen gegen Knackser

Nach über einem halben Jahr hat Creative Labs auf die in Anwenderforen immer wieder geäußerte Kritik an Knacksern und Aussetzern beim Spielen mit X-Fi-Karten reagiert. Man konnte das Problem nachvollziehen und hat für Mainboards mit NForce4 eine verblüffend einfache Lösung parat.

Artikel veröffentlicht am ,

Creative Labs nahm zu den Beschwerden mit einem Foren-Eintrag auf der eigenen Webseite durch eine Mitarbeiterin Stellung. Demnach konnte das Unternehmen die Probleme mit Knacksern, Aussetzern und rhythmischem Klicken durch ausführliche Tests nachstellen. Am meisten Krach hätten die X-Fi-Karten laut den Anwendern mit dem Spiel Battlefield 2 gemacht, also hat Creative auch damit getestet.

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Dazu wurden zwei Rechner auf Basis eines MSI- (MS-7220) und Asus-Boards (A8N32-SLI Deluxe) zusammengebaut. Bei beiden kamen zwei 7800GTX-Grafikkarten im SLI-Verbund zum Einsatz, auch je zwei 1-GByte-DIMMs wurden eingesteckt. Die meisten Beschwerden hatte Creative dem Posting zufolge auch über Soundprobleme mit derartigen Highend-Rechnern erhalten. Auf den Testmaschinen wurden die Soundkarten X-Fi Elite Pro und X-Fi Fatality geprüft.

In der Tat konnte Creative dann Knackser und andere Effekte provozieren. Sobald aber die Speichermodule im Dual-Channel-Betrieb liefen, war nur der Spielesound zu hören. Wer nicht das Handbuch seines Mainboards gelesen hat, kann beim Einstecken der Speichermodule durchaus den auch die Leistung steigernden Dual-Channel-Betrieb verhindern: Oft sind die Speicherslots farblich verwirrend gestaltet oder unlogisch nummeriert. Die meisten Boards zeigen den Dual-Channel-Betrieb aber beim Starten in einer BIOS-Meldung an, wenn denn nicht ein schirmfüllendes Einschaltbild auch das verhindert. Um die Abhängigkeit von der Speicherleistung zu prüfen, wurden bei Creative weitere Messungen durchgeführt - vermutlich mit Hilfe eines Logic Analyzers, das Unternehmen schweigt sich dazu aus.

Das Ergebnis: Die X-Fis sind wesentlich anfälliger auf Speicherlatenzen als ältere Karten, da sie für ihre Soundeffekte mehr Daten aus dem Hauptspeicher in größeren Blöcken lesen müssen. Wird aber der PCI-Bus für rund 600 Nanosekunden durch andere Transfers blockiert, kann es zu Knacksern kommen, schreibt Creative. Man schiebt dabei nicht die Schuld auf eine möglicherweise unsauberere PCI-Implementierung durch Nvidia.

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Dennoch empfiehlt der X-Fi-Hersteller, alle Treiber und vor allem das BIOS des Mainboards auf aktuellem Stand zu halten - von Beta-Versionen lasse man am besten die Finger, so Creative. Das BIOS, das eine Vielzahl von in der Regel nur Entwicklern zugänglichen PCI-Einstellungen erlaubt, hatte sich bereits als kritisch für das Funktionieren der X-Fis erwiesen, als einige Rechner nach Einbau der Karte sogar Startprobleme hatten.

Knackser und Aussetzer bei Soundkarten, die über den betagten PCI-Bus angebunden werden, sind vor allem in der professionellen Audioproduktion seit Jahren ein Problem. Abhilfe könnte hier das mit exklusiven Datentransfers arbeitende PCI-Express bringen, doch derartige Soundkarten sind noch rar - auch bei Creative Labs.

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HubertHans 24. Jan 2007

Tja, X-FI und Audigy liefen in meinen Systemen bisher ohne Fehler. Kann das Gejammer von...

Jason.B 02. Aug 2006

Stimmt das ? Ist der online-shop seriös ? Kein fake ?

MartinP 22. Mai 2006

Ironie-Tag vergessen?

karumba 22. Mai 2006

ram-module *richtig* einstecken, sodass man dualchannel betrieb hat.



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