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Nun doch: Dell setzt auf AMD-Prozessoren

Umsatz klettert, aber Dells Gewinn geht deutlich zurück. Lange Zeit gab es Gerüchte, die von Dell dementiert oder auch angeheizt wurden. Doch nun ist es offiziell: Dell wird künftig auch Systeme mit Prozessoren von AMD anbieten. Zugleich meldete Dell in seinem ersten Geschäftsquartal einen deutlichen Gewinneinbruch.
/ Andreas Donath
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"Wir begrüßen Dell und dessen Kunden in der Welt von AMD" , kommentierte AMDs Senior-Vize-Präsident für "Commercial Business" Marty Seyer die Entscheidung. Dell kündigte auf seiner Bilanzpressekonferenz an, noch in diesem Jahr Server mit AMDs Opteron auf den Markt zu bringen. Der weltweit größte PC-Hersteller hat bislang nur Systeme mit Intel-Chips im Angebot.

Die von Dell vorgelegten Zahlen waren derweil weniger spektakulär: Im ersten Geschäftsquartal musste Dell einen starken Gewinneinbruch verkraften. Der Nettogewinn liegt bei 762 Millionen US-Dollar – im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 934 Millionen US-Dollar. Bezogen auf die einzelne Aktie rutschte der Gewinn von 0,37 auf 0,33 US-Dollar.

Beim Umsatz hingegen konnte Dell weiter zulegen: Während im Vorjahresquartal 13,39 Milliarden US-Dollar anfielen, sind es nun 14,22 Milliarden US-Dollar bzw. 6 Prozent mehr gewesen. Das Auslandsgeschäft machte 44 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Im Quartalsvergleich konnte Dell im Ausland einen zwölfprozentigen Umsatzzuwachs melden.

Die niedrigeren Gewinne sollen vor allem durch notwendige Preissenkungen entstanden sein. Analysten gehen davon aus, dass HPs steigende Marktanteile Dell dazu veranlassten. Kevin Rollins, Dells CEO, sagte zur Präsentation der Zahlen, dass die Konkurrenzssituation intensiver war als man plante oder begriff.


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