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Apple: Kein freier Kernel für x86-Systeme?

Tom Yager vermutet, Apple habe Angst vor Mac-Nachbauten. Bislang hat Apple den Kern seines Betriebssystems MacOS X im Rahmen seines Projekts Darwin als Open Source veröffentlicht, doch in der Version für Intel-PCs fehlen nun einige wesentliche Teile, hat IT-Kolumnist Tom Yager entdeckt. Es sei nicht länger möglich, den Kernel von MacOS X aus dem Quellcode selbst zu erzeugen.
/ Jens Ihlenfeld
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Der Darwin-Kernel für PowerPC-Systeme ist auch weiterhin offen, der Quellcode ist bei Apple vollständig zu finden. Wer also einen Mac mit G3-, G4- oder G5-Prozessor hat, kann auch weiterhin den Kernel im Quelltext verändern und einen eigenen bauen. Wer aber einen neueren Mac mit Intel-CPU besitzt, hat diese Chance nun nicht mehr, Kernel und Gerätetreiber fehlen, schreibt Tom Yager unter anderem bei InfoWorld(öffnet im neuen Fenster).

Die Open-Source-Version des x86-Kernels sei derzeit im Umbruch, begründet Apple. Dies sei derzeit kein großes Problem, so Yager, schließlich gebe es von Apple bisher nur Client-Systeme mit Intel-Prozessoren – wenn Apple aber bald auch Intel-Server auf den Markt bringt, werde das Fehlen des Quellcodes zum Problem. Nutzer hätten dann nicht mehr die Möglichkeit, Apples auf breite Kompatibilität ausgelegten Standard-Kernel gegen einen angepassten und auf ihr System optimierten Kernel auszutauschen. Je mehr CPU-Varianten im Lauf der Zeit unterstützt werden müssen, je größer werde die Kluft.

Laut Yager hat Apple Angst vor Mac-Nachbauten, die sich die freien Teile des Betriebssystems zu Nutze machen.


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