Arbeitswelt: Computerkenntnisse werden immer wichtiger
Als zentrales Ergebnis der Studie wertet das Fraunhofer ISI, dass persönliche Kontakte trotz zunehmender Virtualisierung zwischenmenschlicher Beziehungen wichtig bleiben. Für Wissenschaft und Wirtschaft sehen die befragten Experten günstige Auswirkungen der Informationstechnologie, insbesondere wenn sich die Nutzerfreundlichkeit verbessert.
Bis 2020 erwarten die Befragten, dass der Arbeitsalltag in der Zukunft weitestgehend von IT-Technik durchdrungen sein wird. Die virtuelle Zusammenarbeit wird Effizienz, Kreativität und Innovationen in den Unternehmen fördern. Das hat allerdings zur Folge, dass auch immer mehr einfache Arbeiten sehr gute IT-Kenntnisse erfordern und damit Arbeitnehmer ohne ausreichende IT-Kenntnisse aus dem Arbeitsmarkt gedrängt werden, so die Prognosen.
Generell würden Aspekte der Technikakzeptanz eine wichtigere Rolle spielen als die technische Umsetzbarkeit, sind sich die Experten einig. So wird wohl die Freizeit auch zukünftig vor allem im realen Leben gestaltet und keinesfalls in virtuelle Sphären entschwinden.
Im Rahmen der Delphi-Befragung des Fraunhofer ISI wurden 250 Experten angehört, die sich zu der Frage äußerten, welche Rolle die Informationstechnologie im Jahr 2020 spielen wird und wie sie sich auf unser Leben, unsere Gesellschaft und die Wirtschaft auswirkt. Die Delphi-Studie ist Teil des Projekts FAZIT, ein vom Land Baden-Württemberg gefördertes gemeinnütziges Forschungsprojekt für aktuelle und zukunftsorientierte Informations- und Medientechnologien.


