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Phantom - Börsenaufsicht verklagt Ex-CEO von Infinium Labs

SEC: Falsche Behauptungen über Phantom-Marktstart

Die US-Börsenaufsicht wirft dem ehemaligen Chief Executive Officer (CEO) des PC-Spielekonsolen-Entwicklers Infinium Labs Betrug an Anlegern vor. Timothy M. Roberts soll im November 2004 gemeinsam mit einem Aktienbewerber zehntausende Faxe an potenzielle Investoren geschickt haben, in denen unwahre Behauptungen über einen angeblich bevorstehenden Verkaufsstart der PC-basierten Spielekonsole Phantom standen.

Artikel veröffentlicht am ,

Laut der Securities and Exchange Commission (SEC) habe Roberts rund 400.000 US-Dollar durch die Fax-Spam-Aktion eingespielt - er verkaufte den Anlegern seine eigenen Anteile am Unternehmen. In den in einem Zeitraum von vier Monaten verschickten Faxen versprach Roberts, dass Infinium Labs kurz vor der Auslieferung seiner Phantom-Konsole stehe.

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"In Wirklichkeit fehlten Infinium Labs die finanziellen Mittel, um die signifikanten technischen und Herstellungshürden zu beseitigen, die es von der Vermarktung des Spielesystems an Kunden abhielten", so die SEC in ihrer Mitteilung.

Die Faxe enthielten auch jeder Grundlage entbehrende angestrebte Aktienwerte, kritisierte die SEC. Es sei versprochen worden, dass Infinium Labs' Aktienwert in den kommenden Wochen um bis zu 3.000 Prozent ansteigen würde. Zudem sei falsch behauptet worden, dass die Firma durch einen Entwickler von Microsofts Xbox-Spielekonsole geleitet würde.

Die SEC beschuldigt Roberts, dass er aus dem wachsenden Handelsvolumen der Infinium-Labs-Aktien eigene Aktien im Wert von rund 425.000 US-Dollar zum eigenen Vorteil verkauft habe. Viele der Aktienverkäufe von Roberts sollen der Öffentlichkeit nicht mitgeteilt worden sein.

4 Millionen Aktien von Roberts gingen - entgegen den nationalen Registrierungsvorschriften - an den Aktienbewerber Michael O. Pickens, der auch die Faxe verschickte. Pickens wurde laut der SEC bereits zuvor verurteilt, weil er versuchte, die Aktienkurse von Infinium Labs und einiger anderer kleinerer börsennotierter Unternehmen zu manipulieren.

Sollte die Klage der SEC Erfolg haben, drohen Roberts nicht nur die Rückzahlung seiner Gewinne und eine Geldstrafe, sondern auch ein dauerhafter Ausschluss vom Handel mit Kleinaktien sowie das Verbot, in Zukunft nicht mehr als Leiter eines börsennotierten Unternehmens fungieren zu dürfen.

Das Magazin Wired hatte die Phantom-Konsole mehrfach zur Vaporware des Jahres gekührt. Bis heute ist die Konsole nicht erschienen, mehr als einige Demonstrationsgeräte gibt es nicht.

Das mittlerweile unter neuer Führung stehende Unternehmen Infinium Labs versucht nun mit Unterstützung neuer Investoren, das Eingabegerät - eine Maus-Tastatur-Kombination - der Phantom-Konsole einzeln zu vermarkten. Noch ist das an PC-Spieler gerichtete Produkt aber nicht am Markt.



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panzerknacker 17. Mai 2006

das nennt sich IT-News? ;-|


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