Kaum eine Chance für Microsofts Office-Format bei der ISO?
OpenDocument gewinne vor allem bei Regierungen und Behörden weltweit an Bedeutung, da diese nach einem Format suchen, das auch Nutzer ohne Zugang zu Microsoft Office nutzen können. OpenDocument erlaubt dies und wird schon heute in diversen Applikationen unterstützt, darunter OpenOffice.org und das darauf basierende StarOffice, KOffice, IBM Workplace, Abiword, Scribus, Textmaker, Gnumeric, Typo3 und Writely (Google).
Bis 2010, so schätzt man bei Gartner, wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent jede zweite Regierung und jedes fünfte Unternehmen einen Austausch in OpenDocument fordern.
Die Zukunft von Microsoft "Office Open XML" bezeichnen die Gartner-Analysten als unklar. Bislang habe Microsoft das Format nur bei der ECMA (European Computer Manufacturers Association) zur Standardisierung vorgelegt und eine Einreichung bei der ISO angekündigt. "Doch die ISO wird nicht mehrere XML-Dokumentenformate absegnen" , heißt es im Gartner-Report ISO Approval of OASIS OpenDocument Is a Blow to Microsoft(öffnet im neuen Fenster) . Aber auch hier geben die Analysten nur eine Wahrscheinlichkeit für die Richtigkeit ihrer Aussage von 70 Prozent an.
Gartner empfiehlt denjenigen, die schon heute auf ODF-Unterstützung angewiesen sind oder sich an ISO-Standards halten müssen, von Microsoft Office zu anderen Office-Applikationen zu wechseln, die OpenDocument unterstützen. Die Migration seit aber durchaus teuer, auch wenn die Applikationen selbst oft billiger sind. Wer sich dies nicht leisten könne oder wolle, soll stattdessen bei Microsoft um eine Unterstützung des ISO-Formats bitten. Zudem solle man nach Plug-Ins Ausschau halten, die Microsoft Office um ODF-Unterstützung erweitern, wie sie bereits angekündigt wurden.
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