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Sun erleichtert Java-Verbreitung

Wird die Programmiersprache Open Source? Mit einer neuen Lizenz möchte Sun die Verbreitung der Java Platform Standard Edition (Java SE) 5 in Linux- und Solaris-Distributionen vereinfachen. Die "Distro License for Java" (DLJ) entstand in Zusammenarbeit mit Linux-Entwicklern und soll nun bald in den ersten Distributionen Verwendung finden. Bislang ist es für freie Distributionen nicht möglich, Java mitzuliefern. Die Gerüchte über ein freies Java halten unterdessen an.
/ Julius Stiebert
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Die "Distro License for Java" erlaubt Linux- und Solaris-Distributionen, Java als ausführbaren Bestandteil mitzuliefern. Bisher liefern die meisten Linux-Distributionen keine fertigen Java-Pakete mit, da die Lizenz als zu restriktiv angesehen wird. Laut Sun wollen nun Ubuntu, Debian und Gentoo die neue Lizenz verwenden und Java in ihre Distributionen aufnehmen.

Auch NexentaOS, das mit einem Solaris-Kernel und GNU-Werkzeugen läuft, sowie die OpenSolaris-Distributionen Schillix und BeleniX planen die Aufnahme der Java Platform Standard Edition. Die DLJ überlässt vor allem den Distributoren die Entscheidung darüber, in welcher Form die Pakete ausgeliefert und installiert werden. Dazu hat Sun auch ein neues Projekt auf java.net(öffnet im neuen Fenster) eröffnet, bei dem Distributoren nähere Informationen über die neue Lizenz erhalten. Das Blackdown-Projekt(öffnet im neuen Fenster), das bisher fertige Java-Pakete für Debian anbot, möchte sich nach Suns Angaben an diesem neuen Distributionsprojekt beteiligen.

Derweil halten auch die Spekulationen an, ob Sun Java komplett offen legt. Forderungen nach einem freien Java gab es schon viele, der Konzern hatte diese jedoch stets zurückgewiesen. Man fürchte eine Zersplittung der Programmiersprache in viele Derivate, hieß es immer von Sun. Nach einem Bericht von Vnunet.com(öffnet im neuen Fenster) versprach Suns CEO Jonathan Schwartz auf der JavaOne nun jedoch, dass es eine Open-Source-Version geben werde. Die Frage sei demnach nicht mehr, ob Java freigegeben werde, sondern nur noch wie. Die Lizenz müsse so gewählt werden, dass Java nicht in inkompatible Versionen zerfallen könne.


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