Motorola eröffnet Open-Source-Portal
Motorola möchte mit dem unter opensource.motorola.com(öffnet im neuen Fenster) erreichbaren Portal Linux- sowie Java-Entwickler ansprechen und ihnen den Zugriff auf Quelltexte und Anwendungen ermöglichen. Dadurch erhofft sich die Firma eine schnellere Entwicklung von Anwendungen für Motorolas Linux-Plattform. Auch sollen neue Funktionen, durch die Beteiligung externer Entwickler, schneller für die Plattform verfügbar sein.
Derzeit umfasst das Angebot beispielsweise Kernel und Treiber für die Linux-Telefone A1200, A780 und E680 . Außerdem bietet Motorola dort Java-Test-Frameworks an und will in Kürze Code, Dokumentation und Spezifikationen für MIDP 3.0 (Mobile Information Device Profile) veröffentlichen. Die Seite ist als Teil von Motorolas Entwicklernetzwerk Motodev(öffnet im neuen Fenster) angelegt.
Mit OpenEZX existiert allerdings schon seit 2005 ein Projekt, das an einer komplett freien Firmware für Motorolas Linux-Handys arbeitet. Gründer Harald Welte kritisiert vor allem, dass auf den Telefonen keine Linux-Software läuft, sondern Entwickler sich auf das J2ME-API beschränken müssen. Außerdem stört sich Welte daran, dass der Quellcode des eingesetzten Kernels zwar schon länger verfügbar ist, die Verbesserungen jedoch nicht in den offiziellen Kernel zurückfließen.