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Creative verklagt Apple wegen iPod

ITC soll Import und Verkauf von iPod und iPod nano in den USA untersagen. Apple soll mit dem iPod Patentrechte von Creative verletzen und dafür nun Schadensersatz zahlen. Creative verklagt den iPod-Hersteller, nachdem das Unternehmen im August 2005 ein Patent auf das Bedienkonzept für seine tragbaren MP3-Player zugesprochen bekam, das Apple nach Ansicht von Creative unerlaubterweise auch im iPod einsetzt.
/ Jens Ihlenfeld
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Mit seinen mobilen Musikspielern der Marke Zen steht Creative in Konkurrenz zu Apple. Doch obwohl Creative einst deutlich früher mit einem tragbaren Musikabspieler mit integrierter Festplatte auf dem Markt war, kann sich Apple im Erfolg sonnen, während Creative zuletzt tiefrote Zahlen meldete.

Nun aber soll sich der frühere Markteintritt für Creative doch auszahlen, denn früher als Apple reichte Creative einen Patentantrag auf das Bedienkonzept seiner Geräte ein. Dieses kam erstmals in der Nomad Jukebox 2000 zum Einsatz, 2001 meldete Creative ein entsprechendes Patent an.

Das US-Patent Nr. 6,928,433(öffnet im neuen Fenster) wurde Creative am 9. August 2005 zugesprochen, angemeldet wurde es bereits im Januar 2001. Apple war hingegen mit einem ähnlichen Patentantrag vom 28. Oktober 2002 gescheitert.

Creatives "Zen Patent" beschreibt die Bedienung der tragbaren MP3-Festplatten-Player, die es dem Nutzer erlauben, auf einfache Art und Weise durch die zum Teil recht umfangreichen Datenbestände zu navigieren.

Nun klagt Creative gegen Apple auf Schadensersatz und hat zugleich Beschwerde bei der US-Behörde ITC (International Trade Commission) eingelegt. Apple verstoße gegen internationale Handelsregeln, da das Unternehmen iPods und iPod nanos in die USA importiere und dort verkaufe, obwohl die Geräte gegen Creatives Patent verstoßen. Die Behörde soll Apple daher den Import und Verkauf der Geräte in den USA untersagen.


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