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Spieletest: Desperados 2 - Der Wilde Westen war hart

Taktik-Action für Fortgeschrittene. PC-Spiele im Wilden Westen sind eher selten – wer gerne Cowboys und Indianer dirigiert, hat also nur recht wenig Auswahl am Games-Markt. Mit "Desperados 2" wird nun immerhin eines der besten Wildwest-Spiele der letzten Jahre fortgesetzt; allerdings sollten wie schon beim Vorgänger nur Western-Helden mit hoher Frustresistenz die Reise in die Canyons antreten.
/ Thorsten Wiesner
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Das Ganze spielt 1883 irgendwo in Amerika, und im Mittelpunkt stehen wieder der vom ersten Teil bekannte Held Cooper und seine Freunde, die sich in mehreren Missionen mit wilden Indianern, korrupten Sheriffs, Plünderungen, Geiselnahmen und Banditen herumplagen müssen. Wer den Vorgänger gespielt hat, wird sich schnell zurechtfinden – das grundsätzliche Gameplay ist das gleiche geblieben. Per Mausklick wird der eigene Trupp von bis zu sechs Charakteren an Wachen und Hindernissen vorbeigesteuert und mit dem Ausschalten von Kontrahenten, der Stürmung bestimmter Gebäude und einigem mehr beauftragt; der Klassiker Commandos lässt grüßen.

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Natürlich verfügen alle sechs Mitglieder des Teams über unterschiedliche Fähigkeiten; die Schwierigkeit des Spiels besteht also unter anderem darin, die richtigen Leute zur richtigen Zeit die richtigen Aktionen durchführen zu lassen. So ist die Dame im Team vor allem dazu da, Aufmerksamkeit zu erregen und somit Feinde abzulenken. Der Indianer ist ein Schleichexperte, der Doc kümmert sich um die Heilung verwundeter Kumpels, und auch für Sprengstoff und den rabiaten Faustkampf gibt es Spezialisten.

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Natürlich lässt einem die KI aber längst nicht alles so durchgehen, wie man es gerne hätte – alleine das Vorbeikommen an den Wachen entpuppt sich immer wieder als immense Herausfoderung, auch wenn sich deren Sichtbereich grafisch anzeigen lässt. Jede Wache ist meist durch eine andere Wache abgesichert und wer sich die Laufwege der Patroullien nicht vollständig einprägt, wird garantiert Fehler machen.

Auch wenn eine Wache ausgeschaltet ist, darf sich nicht beruhigt zurückgelehnt werden; stattdessen muss sie möglichst schnell versteckt werden, bevor sie auffällt und Aufruhr entsteht. Und so gilt es in einigen der oft stundenlangen Missionen, nach dem altbekannten Trial&Error-Prinzip überhaupt erstmal herauszufinden, wie eine Aufgabe zu lösen ist, bevor man sich dann an die erfolgreiche Ausführung heranwagen kann.

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Die schicke dreh- und zoombare isometrische Ansicht verschafft einen guten Überblick, neuerdings darf per Knopfdruck aber auch in eine 3rd-Person-Sicht geschaltet werden, die vor allem den Kämpfen mehr Action-Flair verleihen soll. Allerdings tut sie dies nur begrenzt – vor allem die Schießpassagen wirken ein wenig unfertig. Vom Vorgänger übernommen wurde dafür die (durchaus nötige) Möglichkeit, mehrere Aktionen im Voraus miteinander zu verknüpfen und dann per Knopfdruck ausführen zu lassen; auf Grund der meist kniffligen Situationen sorgt das zumindest teilweise für etwas Entspannung.

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Atmopshärisch ist Desperados 2 durch und durch gelungen: Egal ob Forts, Westernstädte oder Canyons – alles sieht gut aus und dank stimmiger Sprachausgabe überzeugt auch die Atmosphäre. Allerdings plagen auch diverse Probleme den Spielablauf: So gibt es oftmals unschöne Clipping-Fehler und im Testablauf gab es den einen oder anderen Absturz.

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Noch schwerer wiegen allerdings ein paar seltsame KI-Aussetzer: Es kommt vor, dass Wachen Leichen einfach mal übersehen, direkt in den Kugelhagel laufen oder trotz eines Gefechtes direkt vor ihrer Nase nichts vom Angriff mitbekommen, was den Spielspaß gerade angesichts des hohen Schwierigkeitsgrades doch ein wenig beeinträchtigt.

Das PC-Spiel Desperados 2 ist bereits im Handel erhältlich und kostet etwa 50,- Euro.

Fazit:
Desperados 2 ist, mit einigen Abstrichen in puncto Technik und KI, gelungene taktische Wildwest-Strategie mit einem guten Schuss Action – und einem Schwierigkeitsgrad, der Einsteigern die Tränen in die Augen treiben dürfte. Schon die ersten Misisonen sind eine wirkliche Herausforderung und alles andere als einfach zu bewältigen. Wer davor nicht zurückschreckt, bekommt von den deutschen Spellbound Studios hier aber eine würdige Fortsetzung des Wildwest-Klassikers Desperados mit toller Atmosphäre und viel Abwechslung geboten.


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