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Online-Lexikon mit eingebauter Zensur

Internetfilter blocken Zugriff auf Wikipedia in China. Internetfilter machen es chinesischen Nutzern unmöglich, auf Wikipedia zuzugreifen. Die größte Suchmaschine des Landes startet jetzt eine ähnliche Online-Enzyklopädie. Die lässt aber keine unliebsamen Einträge zu.
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Chinas größte Suchmaschine Baidu hat eine freie Online-Enzyklopädie ins Netz gestellt, die nach dem Vorbild von Wikipedia durch die Einträge der Anwender erstellt wird. Allerdings werden alle Beiträge dieser Baidupedia vor ihrer Veröffentlichung gefiltert, um jede Kritik an der chinesischen Regierung oder den Behörden zu verhindern.

Auch allgemein entmutigende und negative Sichtweisen sollen durch die Baidupedia-Filter aus dem Lexikon ausgeschlossen werden, meldet die Financial Times(öffnet im neuen Fenster). Wikipedia selbst wird in China seit Ende 2005 komplett blockiert, nachdem die chinesische Ausgabe sich zuvor extremer Beliebtheit erfreute.

Nach Angaben des Baidu-Chefs Robin Li seien die ersten Reaktionen auf den neuen Dienst sehr positiv und man hoffe, bald Marktführer im Bereich der Online-Enzyklopädien zu sein. Ziel sei, das seriöseste Nachschlagewerk für chinesische Internetnutzer zu werden.

Robin Li räumt zwar ein, dass Baidupedia Wikipedia imitiert. Von der Blockade des Vorbilds in China will er aber nicht gewusst haben.


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