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Turok - Nur noch wenig mit dem Original gemein?

Propaganda Games erfindet Turok neu. Buena Vista zeigt auf der E3 Expo 2006 erste spielbare und grafisch beeindruckende Szenen aus dem für Next-Generation-Konsolen kommenden Story-Shooter "Turok". Mit den Turok-Klassikern(öffnet im neuen Fenster) hat das neue Spiel nur noch wenig gemeinsam, Buena Vistas Entwicklerstudio Propaganda Games will Turok auffrischen und neu erfinden.
/ Christian Klaß
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Auf die leichte Schulter nimmt Buena Vista die Entwicklung des Shooters dabei nicht: Das Turok-Team besteht aus rund 90 Personen, die zum Teil schon bei anderen Studios an anderen namhaften Titel zusammenarbeiteten, unter anderem an Splinter Cell, Prince of Persia, Metroid Prime, Battlefield, Quake und Need for Speed Underground.

Anlässlich der Spielefachmesse E3 in Los Angeles zeigte Entwicklungsleiter Josh Holmes den aktuellen Entwicklungsstand von Turok auf einer Xbox 360. Es wird noch etwas dauern, bis das Spiel auf den Markt kommt, man sei noch in einer frühen Entwicklungsphase und mehr als ein Jahr von der Fertigstellung entfernt.

Das neue Turok wird die Geschichte von Joseph Turok erzählen, der vormals in einer verdeckt arbeitenden Spezialeinheit tätig war und nun einem Elite-Einsatzteam angehört, das in naher Zukunft einen Kriegsverbrecher auf einem genetisch veränderten, sehr unheimlichen Planeten ausschalten muss. Während des Anflugs werden Turok und seine Kollegen abgeschossen, machen eine Bruchlandung und es ist an Turok, mit Hilfe seiner Instinkte und seiner Eliteausbildung zu überleben.

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Turoks Problem: Er muss sich nicht nur lauter hoch trainierten Soldaten erwehren, sondern auch genetisch veränderten Dinosauriern und anderen tödlichen Gegnern – einheimische Lebensformen scheint es auch noch zu geben. Die Hauptgegner sind aber Menschen, die dank des KI-Systems taktisch vorgehen sollen und somit keine leichten Gegner sind. Im Spiel soll zwar auch vorsichtiges Vorgehen eine Rolle spielen, doch letztlich geht es Holmes zufolge darum, den Spielfluss in Bewegung zu halten und viel Action zu bieten – allzu viel Schleichen ist also nicht angesagt.

In der E3-Präsentation sieht Turok dann auch etwas wie eine Mischung aus Far Cry und Splinter Cell mit etwas Turok-Elementen aus. Gegner können mit Pfeil und Bogen oder dem Messer leise ausgeschaltet oder mit allerhand Schusswaffen beseitigt werden. Auch Fahrzeuge lassen sich steuern und wer geschickt vorgeht, kann die verfressenen, aber intelligent vorgehenden Dinos mit gezielten Treffern gegen die menschlichen Gegner oder gegeneinander hetzen, was vor allem bei einem robusten T-Rex durchaus beeindruckend ausschaut. Auch Mehrspieler-Modi sind geplant, zu denen aber noch nichts bekannt gegeben wurde.

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In der gezeigten Szene hatte der Protagonist noch einen unfreundlichen Begleiter, der ihm im Kampf zur Seite steht – Zwischensequenzen, welche die Story weitererzählen, werden in der Regel nahtlos in den Spielfluss mit Ingame-Grafik eingeflochten. Nur selten soll dabei die Ich-Perspektive verlassen werden, wenn etwa größere Ereignisse der Geschichte erzählt werden müssen. Die Kontrolle über die Spielfigur soll dem Spieler während der Zwischensequenzen nicht weggenommen werden.

Das Ergebnis soll letztlich ein sehr anderes Turok werden, so Holmes. Ob und wie das Konzept aufgeht, wird sich im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2007 zeigen, wenn das Spiel für PlayStation 3 und Xbox 360 erscheint. Ob auch ein Turok für Nintendos Wii zu haben sein wird, wollte Holmes nicht kommentieren, hierzu könne man noch nichts sagen. Die Comic-Umsetzung Turok im Jahr 1996 erfolgte als "Turok: Dinosaur Hunter" auf dem Nintendo 64 – ein Comeback auf einer Nintendo-Konsole wäre also nicht unwahrscheinlich. Allerdings wohl nur in anderer Form, denn Wii hat nicht die Grafikleistung von PS3 und Xbox 360 – dafür aber seine für das Bogenschießen geeigneten Controller.


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