Start-up-Unternehmen will Chip-Taktung revolutionieren

Deutliche Stromersparnis erhofft

Das kalifornische Unternehmen Multigig hat nach langer Entwicklung sein Konzept "RotaryWave" vorgestellt. Das Verfahren dient in einem Halbleiter als Generator und Verteiler für den Arbeitstakt und soll anderen Technologien deutlich überlegen sein.

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Bereits seit 1999 arbeitet Multigig eigenen Angaben zufolge an seinem Konzept der Rotary Waves und konnte dafür bereits 22 erteilte Patente einheimsen sowie 50 weitere beantragen. Nun soll die Technologie marktreif und leicht in bestehende Verfahren zur Halbleiterfertigung zu integrieren sein. Ein erstes Lebenszeichen von Multigig gab es bereits Anfang 2005, als der Firmengründer John Wood mit seinem Mitarbeitern auf dem Ingenieurskongress "Tau Workshop" die zu Grunde liegende Idee in einer Präsentation vorstellte.

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Bisher wird der Takt auf einem Chip von einem Oszillator erzeugt oder extern angelegt und vervielfacht. Dieser Takt wird dann quer durch den ganzen Chip verteilt, was vor allem Leitungsverluste, Rauschen und teilweise Abweichungen mit sich bringt, auch "clock skews" genannt. Auf einem modernen Mikroprozessor können diese Skews mehrere Takte betragen, was sich nur durch Prüfsummenprotokolle und teure und Platz raubende Puffer korrigieren lässt.

Multigigs Ansatz sind mehrere Ringleitungen mit gegensätzlichem Stromfluss, ähnlich einer differenziellen Signalübertragung. Durch einen Ring hindurch soll die Spannung nahezu konstant bleiben, zudem synchronisieren sich die Ringe gegenseitig. 2005 ging Multigig von etwa 16 GHz aus, bei denen das Verfahren stabil arbeiten soll.

Neben dem hohen und exakten Takt will das Unternehmen sehr viel elektrische Leistung einsparen. Die Lösung sei bis zu 75 Prozent weniger stromhungrig als bisherige Taktungen. Der Takt macht in einem Chip heute einen Großteil der benötigten Energie aus, aber auch andere Effekte wie Leckströme an den Transistoren kosten Strom.

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Multigig versteht sich als Technologieschmiede ohne eigene Fertigung und will seine Erfindungen an interessierte Unternehmen lizenzieren, welche über eine Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA) genaueren Einblick in die "RotaryWaves" nehmen können. Laut Aussagen des Unternehmens befindet man sich derzeit mit mehreren "Top-Halbleiterherstellern" in Gesprächen, will aber noch keine Namen nennen.

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zoom 12. Mai 2006

Er synchronisiert sich ja nicht auf sich selbst sondern auf den externen Quarz-Takt...

qualm 10. Mai 2006

und was ist dann beim Autoauspuff oder Ofen? Ist der immer kaputt, weil der immer...

errata 10. Mai 2006

Man sollte auch bedenken, daß Takt in Relation zur Arbeitsgeschwindigkeit einer CPU...

craesh 09. Mai 2006

"bereits 22 erteilte Patente einheimsen sowie 50 weitere beantragen" Und das als Start-Up...



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