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Student mäht Code für Google Earth

Projekt wirbt für aktive Auseinandersetzung der Omnipräsenz digitaler Technik. Es könnte zum Volkssport werden, per Landschaftskunst Botschaften für Google Earth zu schreiben. In Thüringen hat sich jetzt ein Student eine Nachricht für den Satellitenbilder-Service einfallen lassen.
/ Jens Ihlenfeld
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Der Thüringer Student Bernd Hopfengärtner hat einen riesigen Code in ein Weizenfeld gemäht, um damit die Welt zu grüßen. Die Installation "Hello, world!" soll Nutzer des populären Satellitenbilder-Dienstes Google Earth ansprechen, teilte die Weimarer Bauhaus-Universität mit, an der Hopfengärtner Mediengestaltung studiert.

Da Google Earth allerdings nur mit einigem zeitlichem Abstand aktualisiert wird, dürften die Zeichen erst in ein paar Monaten in Google Earth zu sehen sein, wenn das Feld nicht vorher abgeerntet wird.

Der 170 x 170 Meter große gemähte Code bei Ilmenau besteht aus 18 x 18 hellen und dunklen Quadraten. Vom Satelliten aus betrachtet soll sich der Satz "Hello, world!" ergeben, das traditionelle Beispiel beim Erlernen einer neuen Programmiersprache.

Die Arbeit soll auf das Phänomen "Google Earth" hinweisen, das auf viele Problematiken moderner Technologien und deren gesellschaftliche Auswirkungen verweise: zwischen absoluter Bewegungsfreiheit, totaler Kontrolle, Aneignung und dem Blick auf eine Erde als Dienstleistungsplattform. "Hello, world!" soll ein Plädoyer für die aktive Auseinandersetzung mit den omnipräsenten digitalen Technologien darstellen. "Es demonstriert nicht nur die permanente Beobachtung, sondern setzt ihr die Beobachtung ihrer selbst entgegen", heißt es in der Projektankündigung.


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