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Ricoh: Weitwinkelkamera im Schmutzschutzgehäuse

Kamera mit integrierten Bildbearbeitungsfunktionen. Ricoh hat mit der Caplio 500G wide den Nachfolger der 400G wide, die im Januar 2004 angekündigt wurde, vorgestellt. Die in einem Gehäuse gegen Wasserspritzer, Staub und Erschütterungen eingebaute Kamera bietet ein 3fach-Zoomobjektiv (28 bis 85 mm bei Kleinbild) und eine Auflösung von 8 Megapixeln.
/ Andreas Donath
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Optional gibt es eine Aufsatzlinse, die den Brennweitenbereich auf 22 mm minimiert. Der Makrobereich beginnt ab 1 cm. Die Caplio 500G wide ist mit einem 2,5 Zoll großen Display ausgerüstet, das es auf eine Auflösung von 153.000 Pixeln bringt. Dazu kommt ein optischer Zoomsucher.

Die Kamera verfügt über eine Vollautomatik sowie einen Programm-Modus für typische Aufnahmesituationen. Nachträglich können mit einer kamerainternen Bildverarbeitung beispielsweise abfotografierte Projektionsbilder und Displays korrigiert werden. Eine spezielle Aufnahmefunktion sorgt für Bilder im Format 1.280 x 960 Pixel, die direkt nachgeschärft gespeichert für die Bildverwaltung in so genannten CALS-Systemen(öffnet im neuen Fenster) gedacht sind.

Die Belichtungsmessung kann per 256-segmentige Mehrfeldmessung, mittenbetonte Integralmessung oder Spotmessung vorgenommen werden. Der Weißabgleich kann entweder automatisch vorgenommen oder anhand einiger Voreinstellungen festgelegt werden. Außerdem kann man Fotoserien mit mehreren Weißpunkten schießen.

Die Empfindlichkeitseinstellung kann der Kameraelektronik überlassen oder zwischen ISO 64, 100, 200, 400, 800 und 1600 eingestellt werden. Um Verwacklern vorzubeugen, erhöht die Kamera selbstständig die ISO-Empfindlichkeit, um schnellere Verschlussgeschwindigkeiten zu ermöglichen.

Die Verschlussgeschwindigkeiten rangieren zwischen 1/2000 und 8 Sekunden und der Selbstauslöser verzögert wahlweise um 2 oder 10 Sekunden. Die Auslöseverzögerung wird mit 0,1 Sekunden angegeben und die Betriebsbereitschaft soll 1,2 Sekunden nach Einschalten hergestellt sein.

Gedacht ist die Kamera nicht so sehr für den Hobbyisten als für Anwender, die beispielsweise auf Baustellen arbeiten, als Gutachter fungieren oder in anderen Outdoor-Situationen. Das Gerät soll Stürze aus 1 m Höhe unbeschadet überstehen und erfüllt damit die "MIL Standard 810F"-US-Militärnorm. Der Vorgänger schaffte "nur" 90 cm Fallhöhen zu überleben.

Die Wasserfestigkeit wird mit "JIS7" angegeben, d.h. die Kamera kann in Regenschauern, aber auch bis zu einer Wassertiefe von 1 m genutzt werden. Die Staubdichtigkeit wird mit der japanischen Industrienorm JIS6 angegeben. Die Bedienung der Kamera soll durch recht große Knöpfe auch mit Handschuhen möglich sein.

Die Ricoh Caplio 500G wide ist mit einem Blitzlicht ausgestattet, das eine Reichweite von bis zu 10 Metern im Weitwinkel und 6,5 Meter in der Teleeinstellung aufweisen soll, was in dieser Geräteklasse recht viel ist.

Kleine Videos mit einer Auflösung von 320 x 240 Pixeln kann die Ricoh Caplio 500G samt Ton ebenfalls drehen. Eine Memofunktion erlaubt wie bei vielen anderen Kameras auch, kurze Notizen zu den einzelnen Bildern aufzunehmen.

Der Lithium-Ionen-Akku soll nach CIPA-Messmethode 400 Bilder erlauben und kann durch AA-Batterien oder Akkus ersetzt werden. Auch ein Netzadapter zum akkulosen Betrieb ist vorhanden.

Die USB-2.0-Schnittstelle ist PictBridge-kompatibel und außerdem verfügt die Kamera über einen TV-Ausgang. Gespeichert wird entweder auf den 26 MByte des internen Speichers oder auf SD/MMC-Karten.

Die Kamera misst 133 x 78,5 x 74 mm bei einem Gewicht von 400 Gramm. Einen Preis oder das Erscheinungsdatum für Europa nannte Ricoh für die Caplio 500G wide noch nicht.


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