"König des Spam" muss 4 Millionen US-Dollar zahlen
Bereits Anfang 2005 hatte sich Sanford reuig gezeigt und dem Spammen abgeschworen. Im Vorfeld des Prozesses gegen ihn wollte er die Richter offenbar gnädig stimmen - mit wenig Erfolg, wie sich jetzt zeigte.
Das Bezirksgericht von New Hampshire hat Sanford verurteilt, exakt 4.089.500 US-Dollar an den Staat zu zahlen. Dies seien die Gewinne, welche der Mann mit seinen Aktivitäten illegalerweise erzielt hätte. Was mit dem Geld geschieht, steht noch nicht fest, Privatklagen gegen Sanford sind weiterhin möglich.
Nach Überzeugung des Gerichts hatte Sanford PCs über eine Sicherheitslücke des Internet Explorers eine Spyware untergeschoben, welche das CD-Laufwerk öffnete und dann mit einem Popup-Fenster für die - natürlich von Wallace vertriebene - Anti-Spyware warb. Anzeigen für die von Sanfords Firma "Smartbot.net" vertriebene Software sollten den Absatz weiter antreiben. Sie wurden unter anderem von dem Unternehmen "Optintrade" geschaltet, das in einem ähnlichen Verfahren zu 277.000 US-Dollar Strafe verurteilt wurde.
Die FTC hat die Urteile auf ihrer Webseite(öffnet im neuen Fenster) zusammen mit dem Verlauf der Ermittlungen ausführlich dokumentiert.