Wettervorhersage mit Mobilfunksignalen
Die Auswertung der gemessenen Übertragungsschwankungen bei den Richtfunkverbindungen der Mobilfunkstationen soll eine höhere Genauigkeit und detailliertere Angaben für kleinere Gebiete ermöglichen, so Professorin Hagit Messer-Yaron(öffnet im neuen Fenster) von der Tel Aviv Universität. Unterschiede in der Luftfeuchtigkeit und Temperatur beeinflussen die Signale.
In einem Versuch konnte die Forschergruppe um Messer während eines Regensturms die Niederschlagsmenge in 15-Minuten-Abständen so genau vorhersagen, wie sie tatsächlich auch in Tel Aviv und Haifa gemessen wurde.
Das Mobilfunknetz könnte so ein weitverbreitetes und hochauflösendes Beobachtungsnetz werden, das in Echtzeit arbeitet und für diese Datenerfassung nicht erweitert werden muss und damit äußerst günstig zu benutzen wäre. Im nächsten Schritt könnte man die Handys mit einbeziehen.
Die Gruppe versucht nun, die Niederschläge nach ihrem Typ hin (Schnee, Regen, Hagel) zu bestimmen und hofft, dass Mobilfunkunternehmen die Daten, die sowieso anfallen, für die Metereologie kostenlos zur Verfügung stellen.
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