adCenter - Microsofts Antwort auf Google

Auch klassische Zielgruppen sollen sich über Keywords erreichen lassen

Google stellt mit seinem Geschäftsmodell zunehmend eine Gefahr für Microsoft dar. Mit dem "adCenter" enthüllte Microsoft-Chef Steve Ballmer nun aber den Kern von Microsofts Anwort auf Googles kostenlose Angebote. Wie der vergleichsweise junge Konkurrent will auch Microsoft stärker auf werbefinanzierte Dienste setzen.

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Was bereits in den vergangenen Tagen mit Vorankündigungen durch die Presse geisterte, wurde nun auch offiziell von Microsoft enthüllt: das adCenter. Ein System, das Werbekunden die Buchung von Anzeigen auf Microsofts Angeboten erleichtern soll, ein "One-Stop-Shop", so hatte Microsoft-CEO Steve Ballmer das adCenter schon früher bezeichnet. Microsoft will den Kunden eine optimale Werbeplatzierung möglichst einfach machen.

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Doch auch wenn es im Vorfeld den Anschein hatte, die Vorstellung, das adCenter werde ein großer Knall, macht Microsoft doch eher kleine Schritte. Zunächst einmal steht das adCenter nur für MSN zur Verfügung und das auch nur für die USA, Singapur und Frankreich. Die Ausdehnung auf weitere Länder soll über das nächste Jahr erfolgen.

Erst mit der Ausdehnung des adCenters auf Dienste wie Windows Live Mail, Windows Live Messenger, MSN Spaces und Xbox Live wird aus der Ankündigung des adCenters aber eine ernsthafte Antwort auf Google, denn diese Dienste will Microsoft wie Google über Werbung finanzieren, nicht durch den Verkauf von Software, wie es die Redmonder bisher taten.

Über die Wahl von Schlüsselwörtern sollen Kunden im adCenter wie bei Google AdWords bestimmen können, wen sie mit der Werbung erreichen, zudem lassen sich aber auch Region, Tageszeit oder Wochentag für die Schaltung festlegen. Ein "Site-Analyzer" soll passende Suchbegriffe zur Bewerbung der eigenen Website vorschlagen. Auch Zielgruppenbuchungen will Microsoft über eine Keyword-Auswahl ermöglichen, denn Microsoft liefert dazu passende demografische Daten.

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Zudem lassen sich wie bei der Konkurrenz die Schaltungskosten vorab abschätzen und über diverse Filter soll eine Optimierung der Werbeschaltungen möglich sein, auch anhand dessen, was Nutzer nach dem Klick auf den Seiten der Werbekunden treiben.

Gerade was die Eingrenzung der Zielgruppe und die Messung der Werbe-Effektivität betrifft, will Microsoft mit dem adCenter gegen Google und Yahoo punkten. Die Kunden sollen nicht nur sehen, wie oft Anzeigen gezeigt und angeklickt wurden, sondern anhand von demografischen Daten auch, wer in etwa jeweils geklickt hat.

Ein weiterer Schritt deutet sich an: Microsoft kauft das auf Werbung in Spielen spezialisierte Unternehmen Massive. Was vorab schon durchsickerte, machte Microsoft nun offiziell. Die Technik von Massive erlaubt es, Werbung dynamisch in Computerspiele einzubinden und zu den Kunden von Massive zählen schon heute einige große Spielehersteller. Die Zufriedenheit der Spieler soll dabei im Vordergrund stehen, unterstreicht Microsoft, die Werbung müsse auch zum Spiel passen, nicht nur zum Spieler.

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