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Devicescape veröffentlicht freien WLAN-Stack für Linux

Integration in den Kernel könnte Treiberentwicklung erleichtern. Mit dem "Advanced Datapath Driver" hat Devicescape einen bisher proprietären WLAN-Stack für den Linux Kernel 2.6 unter der GPL veröffentlicht. Bei Integration in den offiziellen Kernel würde dieser die weitere Entwicklung von WLAN-Treibern für Linux erleichtern, da er eine einheitliche Basis bietet. Dabei unterstützt der Treiber auch Funktionen wie Quality of Service und Software MACs, die dem jetzigen Stack im Kernel fehlen.
/ Julius Stiebert
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Die WLAN-Unterstützung unter Linux lässt bisher häufig zu wünschen übrig. Neben einigen aktuellen Chipsätzen wie Intels Centrino sind unter Linux-Anwendern noch immer alte Chips wie die Prism-Serie beliebt, da diese ohne Probleme funktionieren. Neuere Karten hingegen laufen häufig gar nicht oder die Nutzer müssen zumindest mit Einschränkungen leben. Dies liegt unter anderem daran, dass der WLAN-Stack bisher schon häufiger ausgetauscht wurde und nur wenige Funktionen bietet, was in der Vergangenheit schon zu Kritik(öffnet im neuen Fenster) durch die Entwickler führte.

Devicescape lizenzierte seinen "Advanced Datapath Driver" bisher nur an Gerätehersteller, veröffentlichte den Treiber inklusive des zugehörigen WLAN-Stacks nun aber unter der GPL und reichte ihn für die Aufnahme in den offiziellen Linux-Kernel ein. Der 802.11-Stack unterstützt WEP, WPA und die Wireless Multimedia Extensions (WME) inklusive Quality of Service. Auch Hostapd zum Einrichten eines Access Points ist kompatibel mit dem Treiber und er unterstützt Software-MAC-Adressen, wie sie beispielsweise einige Broadcom-Chipsätze benötigen. Zudem unterstützt der Stack Mediastreams, um Sprache und Video über WLAN zu übertragen.

Der komplette Quelltext wurde unter der GPL veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) und an die Kernel-Entwickler weitergegeben. Devicescape hofft auf die Integration in den offiziellen Kernel, wodurch die Treiberentwicklung künftig deutlich beschleunigt werden könnte. Mit dem Stack als Basis ließen sich beispielsweise komplett funktionierende Treiber für Karten mit Atheros-Chipsätzen entwickeln.


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