Squadrons of WWII beeindruckt mit toller Atmosphäre. Freunde actiongeladener Flugzeugschlachten, für die man nicht erst mehrere 100 Seiten Handbuch lesen muss, um sie erfolgreich zu beherrschen, hatten in letzter Zeit wenig Auswahl – gelungene Genre-Vertreter wie etwa Crimson Skies liegen ja nun doch schon einige Zeit zurück. Ubisoft schließt diese Lücke nun mit Blazing Angels, das sowohl für den PC als auch beide Xbox-Konsolen erscheint.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Schauplatz des Spiels ist wie so oft der Zweite Weltkrieg, in dem sich der Spieler vom unerfahrenen Rookie zum berüchtigten Fliegerass der Aliierten entwickeln muss. Die Reise führt dabei vorbei an den wichtigsten Schauplätzen des Krieges; so ist man über London, Berlin, Dünkirchen und Paris ebenso in Gefechte verwickelt wie auch im Pazifik beim japanischen Sturm auf Pearl Harbor.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Auch die Aufgabenstellungen variieren: Klassische Dogfights gibt es ebenso wie Spionage-Aufträge, in denen man ganz ohne Waffen nur mit Kamera ausgerüstet ist, um Luftbilder zu schießen, oder Eskort-Aufträge, bei denen die Alliierten Bodentruppen vor der Invasion der deutschen Armee beschützt werden sollen. Hinzu kommt die Bombardierung feindlicher Flak-Anlagen und Panzer, das Stoppen japanischer Kamikaze-Angriffe oder auch das Versenken der deutschen Flotte durch gezielten Bombenabwurf. Ab und zu gibt man auch mal den Steuerknüppel aus der Hand und konzentriert sich voll und ganz auf die Bedienung eines Geschützes.
In der Luft ist man dabei nicht alleine unterwegs, sondern wird von drei KI-gesteuerten Flügelmännern begleitet, was die taktische Komponente etwas stärker in den Vordergrund stellt. Per Knopfdruck wird die Formation zusammengerufen, um einen gemeinsamen Angriff zu fliegen. Jeder der drei Wingmen hat aber auch eine Spezialfähigkeit – etwa, den Gegner abzulenken, erbarmungslos zu verfolgen oder bei der Reparatur des eigenen beschädigten Flugzeugs zu helfen.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Blazing Angels ist definitiv nichts für Simulationsfans, sondern punktet eher durch leichte Zugänglichkeit – die verschiedenen Flugzeugtypen, vom Spitfire bis hin zur P-51 Mustang, variieren zwar alle in ihren Flugeigenschaften, sind aber gleichermaßen simpel zu steuern. Zudem steht die Action klar im Vordergrund: Per Tastendruck lässt sich der Kontrahent eines Dogfights leicht anvisieren und auch bei rabiaten Manövern gut verfolgen; das von anderen Arcade-Flugsimulationen bekannte Problem, dass man ständig im Kreis fliegt, wird so halbwegs elegant gelöst.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Große Pluspunkte sammelt Blazing Angels auch in Sachen Atmosphäre und Präsentation. Ständiger Funkkontakt mit den eigenen Begleitern, Wutausbrüche der deutschen Piloten, beeindruckende Explosions- und Raucheffekte sowie eine detaillierte Landschaft: Wer spannende Luftgefechte mag, kommt hier voll auf seine Kosten. Und zwar sowohl auf dem PC als auch auf der Xbox bzw. Xbox 360, wobei auf Letzterer sicherlich noch mehr möglich gewesen wäre – die Unterschiede zur herkömmlichen Xbox-Version sind zwar sichtbar, liegen aber doch eher im Detail; zudem trüben gelegentliche kleine Ruckler das Gesamtbild ein wenig. Konsolen- und PC-Version ist übrigens auch der Multiplayer-Modus gemein, in dem man auch nach Absolvieren aller 18 umfangreichen Missionen noch viel Spaß in Dogfights mit bis zu 16 Spielern haben kann.
Blazing Angels: Squadrons of WWII ist bereits im Handel erhältlich und kostet – je nach Plattform – zwischen 50,- und 70,- Euro. Die USK hat dem Spiel eine Freigabe ab zwölf Jahren erteilt.
Fazit: Squadrons of WWII ist keine Flugsimulation, sondern Arcade-Action in Flugzeugen – wer Wert auf viel Realismus legt, wird hier kaum glücklich werden. Stattdessen punktet das Spiel durch abwechslungsreiche Missionen, tolle Atmosphäre und eine gelungene Präsentation; trotz des alles andere als unverbrauchten Szenarios ist der Titel sowohl auf PC als auch auf Xbox und Xbox 360 eine lohnenswerte Anschaffung.